Aschermittwoch – Beginn der österlichen Bußzeit

Viele Gläubige begannen die österliche Bußzeit am Aschermittwoch mit einem Besuch der Hl. Messe in der Wallfahrtskirche und ließen sich vom Priester mit Asche ein Kreuz auf die Stirn zeichnen. Durch das Ritual des Aschenkreuzes besinnt sich der Christ nicht nur auf die Vergänglichkeit des weltlichen Daseins, sondern er bekennt sich damit auch zur christlichen Demut; zur Buße und Umkehr im Sinne der Botschaft Jesu.

Seit dem 10. Jahrhundert lässt sich die Austeilung des Aschenkreuzes an diesem Tag nachweisen.

Mit dem Aschenkreuz auf ihrer Stirn zeigen die Christen, dass sie bereit sind, sich wieder auf die wahren Werte zu besinnen, aber „der Mensch muss sich überwinden, um er selbst zu werden und muss den Versuchungen der Trägheit, der verfehlten Lebensweise und der Lüge widerstehen und von innen her neu werden“ (Papst Benedikt, Generalaudienz am Aschermittwoch 2011).

Am Aschermittwoch beginnt die Fastenzeit. Das 40-tägige Fasten soll an die 40 Tage erinnern, die Jesus fastend und betend in der Wüste verbrachte. Papst Benedikt forderte alle Christen dazu auf, in den 40 Tagen vor Ostern „mit Fasten, Almosengeben und Gebet den Weg der Erneuerung in Christus“ zu gehen“. Aber, so ermahnte der Papst, für den Christen dürfe das Fasten nichts mit einer Ichbezogenheit zu tun haben, sondern müsse vielmehr zur Nächstenliebe hinführen: „Der Verzicht soll unser Herz öffnen für die Not der Mitmenschen.“

Auch P. Beniamin legte den Gläubigen ans Herz, in dieser österlichen Bußzeit Zeichen zu setzen durch Gebet, Buße  und eifriges Bemühen Gutes zu tun. In seiner Predigt ermutigte er alle mit der Botschaft des Evangeliums. Zwar müsse jeder Mensch im Laufe seines Lebens lernen, sich in seiner Vergänglichkeit anzunehmen, aber der Glaube sei „die richtige Hilfe, im Vergehen der Zeit einen Sinn zu erkennen“. Denn Gott ist die Liebe und er lässt uns nicht allein. Für Christen ist die irdische Vergänglichkeit nicht gleichbedeutend mit dem Ende schlechthin. Die Hoffnung auf das ewige Leben ist Kern des christlichen Glaubens. „Die Zukunft“ ist „die Gemeinschaft mit Gott, die für immer Liebe bedeutet“.