Bewegende Nachprimiz des Neupriesters Robert Paulus in der Wallfahrtskirche Mariahilf

Freitag, der 29. Oktober war ein besonderer Tag für alle Kirchgänger in der Wallfahrtskirche: Neupriester Robert Paulus feierte mit den Gläubigen seine Nachprimiz und spendete den Primizsegen.

P. Beniamin eröffnete die Feierlichkeiten und wandte sich dann direkt an Robert Paulus, indem er seine Freude und seinen Dank aussprach, seinen neuen Mitbruder im priesterlichen Dienst dem Gebet empfahl und ihm wünschte, er möge „alles, was ihm begegne, immer mehr zu dem machen, was ein Zeichen großartiger Berufung“ sei.  Dafür bedankte sich der Primiziant und erklärte, er sei als Pilger auf den Mariahilfberg gekommen, um zu danken und zu bitten und um sich „hinaufnehmen zu lassen in die Sphäre göttlichen Handelns“.

Beim gesamten Gottesdienst war die Freude aller greifbar. In dieser Feier kam das Besondere am Dienst des Priesters zum Ausdruck. Neupriester Robert Paulus zelebrierte den Festgottesdienst. Ihm zur Seite standen als Konzelebranten GV Dr. Klaus Metzl, P. Beniamin, P. Mirko, P. Eusebius.

In seiner Predigt ging Robert Paulus auf die Textstelle des Evangeliums ein, die besagt, man beobachtete ihn, Jesus, ganz genau. Aber, so betonte der Neupriester in seiner Ansprache, wichtig sind nicht die Augen, die einen Fehler sehen wollen, sondern die Augen, welche die Not und das Leid erkennen: Jesus sah den Mann, erkannte seine Not und sein Leid – und er handelte. Deshalb appellierte Robert Paulus an die geschwisterlicher Liebe in der Kirche und forderte von allen Christen ein Zeugnis, das den Glauben sichtbar werden lasse.

Die Frage „Wie kann man in der heutigen Zeit Priester werden?“ beantwortete er mit den Worten des Apostels Paulus: Einmal ist es die Gnade Gottes, die handelt, aber dazu ist die Mitarbeit an der Gnade erforderlich und daraus resultiert, was er zu seinem Primizspruch gewählt habe: „Uns in Liebe an die Wahrheit haltend, wollen wir in allem auf ihn hin wachsen, der unser Haupt ist, Christus!“ (Eph 4,15).

Zum Abschluss dieses Festgottesdienstes bedankte sich der Neupriester bei allen, die mit ihm diesen Gottesdienst mitgefeiert und mitgestaltet haben und im Anschluss erteilte er den feierlichen Primizsegen, über dessen Wert eine alte Redensart sagt:  Um diesen Segen eines neu geweihten Priesters zu erhalten, soll man ein Paar Stiefelsohlen durchlaufen.