Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter beim Bistumsblatt trafen sich am Freitag, 1. Juli um 15.00 Uhr, in der Wallfahrtskirche, um das 75-jährige Jubiläum des Passauer Bistumsblattes mit einem feierlichen Gottesdienst zu begehen.
Vor dem Festakt im Spectrum Kirche feierte Diözesanbischof Wilhelm Schraml in Konzelebration mit Generalvikar Prälat Dr. Klaus Metzl und Domkapitular Msgr. Dr. Hans Bauernfeind eine Hl. Messe in der Wallfahrtskirche. Als Vertreter des Ständigen Diakonats nahm Fachbereichsleiter Diakon Bernhard Hobelsberger am Gottesdienst teil.
In der Statio zeigte der Bischof die Verbindung des Jubiläums mit dem gleichzeitig gefeierten Hochfest des Heiligsten Herzens Jesu auf: Das Passauer Bistumsblatt habe die Aufgabe, etwas spürbar werden zu lassen vom Herzschlag der Kirche, von der Liebe Christi.
Auf die besondere Leistung des Passauer Bischofs Sigismund Felix, Freiherr von Ow-Felldorf, im Jahr 1936 – in der Zeit des Nationalsozialismus’- mit dem Bistumsblatt ein Sprachrohr für die Kirche zu gründen und damit den Christen in dieser schweren Zeit zu helfen, am Glauben festzuhalten, wies der Bischof zu Beginn seiner Ansprache hin. So bildete das Passauer Bistumsblatt „ein Medium, in dem die Position der Kirche dargestellt und die Zusammenhänge zwischen christlichem Bekenntnis und gesellschaftlichem Leben aufgezeigt werden“. Denn „die kath. Presse öffnet sich der ganzen Welt. Sie bringt Nachrichten und Meinungen über alle Aspekte des öffentlichen Lebens; sie greift alle Probleme auf, mit denen die Menschen konfrontiert sind.“ – und das sei die vorrangige Aufgabe der Presse. Aber, so betonte der Bischof, die Berichterstattung der katholischen Presse muss immer vom Licht des Glaubens, der Hoffnung und der Liebe geprägt sein. Darum ist es Voraussetzung, dass Redakteure und Mitarbeiter „den Glauben der Kirche kennen und mit der Kirche leben“. Nur so könnten sie die Stimme der Kirche hineintragen „in das vielfältige und bunte Gewirr der Stimmen unserer Zeit“.
Die zweite Aufgabe der katholischen Presse ergebe sich laut Bischof Wilhelm Schraml aus dem Credo „Ich glaube an die eine, heilige, katholische und apostolische Kirche“. Die Einheit gehöre zum Wesen der Kirche in zwei Grundformen: als Weltkirche unter der Leitung des Papstes und als Amtskirche unter der Leitung des Bischofs. „Einheit ist, dass man voneinander weiß, dass man Anteil aneinander nimmt.“ Diese Aufgabe erfülle das Passauer Bistumsblatt, indem es aus dem Leben der Diözese, aus den verschiedenen Regionen, aus den Pfarrgemeinden und kirchlichen Verbindungen und aus der Weltkirche, zum Beispiel von der Arbeit der Missionare, berichte.
Abschließend bedankte sich der Bischof bei allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern des Bistumsblattes und auch bei den treuen Lesern und wünschte: „Möge der Segen Gottes alle Journalistenarbeit begleiten, damit sie Frucht bringen kann für das Leben in unserem Bistum.“


































