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Fatimatag

Mit Rosenkranz, Hl. Messe, Andacht und Lichterprozession wurde in der Wallfahrtskirche am Donnerstag, dem 13. September der vorletzte Fatimatag des Jahres begangen. Hauptzelebrant und Festprediger war Primiziant Hubertus Kerscher, Kaplan in Pocking.

Nach dem Rosenkranz, den Pater Sebastian vorbetete, begann der Festgottesdienst, an dem auch Generalvikar Prälat Dr. Klaus Metzl und die Paulinerpatres Pater Paul, Pater Mirko und Pater Sebastian teilnahmen. Wallfahrtsrektor Pater Paul begrüßte als „Hausherr“ alle Gottesdienstbesucher, seine Mitbrüder im geistlichen Dienst und den katholischen Frauenbund aus Kumreuth, der extra zum Fatimatag nach Mariahilf gepilgert war. Anschließend nannte er das Vorhaben des Zusammenkommens, nämlich Gottes Güte zu preisen und seine Gnade, dass er Maria zur Mutter seines Sohnes erwählt und auch uns auf vielfältige Weise begnadet hatte. Dazu ermunterte er alle, Maria um ihre Fürsprache bei Gott zu bitten für die eigenen Anliegen, für ihre Familien, für das Bistum, „aber ganz besonders für alle, die unser Gebet am meisten brauchen“.

Kaplan Hubertus Kerscher bedankte sich für die Begrüßung und bekräftigte Pater Pauls Worte, denn Maria könne wirklichen Trost und Hoffnung geben, da sie Wegweiser zu Gott sei.

In seiner Predigt berichtete der Kaplan von seiner Erfahrung als Primiziant, dass bei den Vorbereitungen zu seiner Primiz helfende Menschen notwendig waren, die ihm zur Seite standen und da waren, wenn sie gebraucht wurden. Dann leitete er zu der Frage über: „Wie ist Jesus, wie ist Gott für uns da?“, der doch vor fast 2000 Jahren in den Himmel aufgefahren ist. Dazu erzählte der Kaplan, dass schon Mose Gott nach seinem Namen gefragt habe. Doch Gott wollte ihm keinen Namen nennen. Denn Jahwe heiße übersetzt „Ich werde da sein als der ich da sein werde.“  Diese Bezeichnung bedeute:  „Ich werde da sein, so wie du mich gerade brauchst“. Und dieses Dasein habe in Jesus seinen Höhepunkt gefunden. Und Jesus sei nicht bis zum Ende der Welt verschwunden, denn „Jesus hat uns den Hl. Geist gesandt, und er hat die Kirche gegründet“. Außerdem gehöre es „zum Geheimnis seiner Offenbarung, dass er im Menschlichen sich offenbart“, dass er uns in jedem Getauften begegnet.  Die Kirche bezeichnete der Kaplan als den „2000 Jahre langen Arm Gottes in die Welt hinein“. Jetzt sei es unsere Aufgabe, die Leute Gott spüren zu lassen.

Zuletzt wies der Kaplan auf die Bedeutung Marias als Urbild der Kirche, als erster Tabernakel hin. Auch lobte der Kaplan Marias starkes Wesen. Obwohl ihr Sohn abgelehnt und wie ein Verbrecher hingerichtet wurde, habe sie nie mit Hass reagiert. Sie betete mit den Jüngern, für die Jünger, für die Kirche „und ist so zur größten Fürsprecherin einer Welt geworden, die heute immer noch schreit, wo denn Gott ist, wo Hilfe ist, wo Erlösung ist“.

Dem Gottesdienst folgte eine Andacht am Freialtar, in die eine Lichterprozession über den Wallfahrtsweg eingebunden war. Pater Paul fungierte als Vorbeter, unterstützt von Kaplan Hubertus Kerscher. Nach der Anbetung des Allerheiligsten erteilte Pater Paul den eucharistischen Segen.

Die musikalische Umrahmung lag in den Händen von Chor und Bläser Mariahilf.