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Feier der Osternacht

Am Samstag, dem letzten Tag des Monats März, versammelten sich viele Gläubige um 21.00 Uhr in der Wallfahrtskirche Mariahilf, um gemeinsam mit den Wallfahrtsseelsorgern Pater Paul und Pater Sebastian und dem Gastpriester Dr. Emil Valasek in dieser heiligsten aller Nächte die Auferstehung Jesu Christi zu feiern.

In der völlig dunklen Kirche warteten die Gläubigen in der Osternacht auf den Beginn der Feierlichkeiten. Damit das Osterlicht die Dunkelheit vertreiben konnte, versammelten sich die Priester und der liturgische Dienst um das vorbereitete Feuer. Hauptzelebrant Pater Paul segnete das Feuer mit den Worten „Segne dieses Feuer, das die Nacht erhellt, und entflamme in uns die Sehnsucht nach dir, dem unvergänglichen Licht, damit wir mit reinem Herzen zum ewigen Osterfest gelangen“.  Nachdem er die Osterkerze vorbereitet hatte, entzündete Pater Paul sie am geweihten Osterfeuer. Dieses Licht wurde nun während der Prozession zum Altar an die Kerzen der Gläubigen weitergegeben, und es faszinierte erneut wieder, wie sich dieses Osterlicht in der Kirche ausbreitete. Am Altar angelangt, sang Pater Paul das feierliche Exultet, das Osterlob, in dem er Christus als das Licht der Welt pries und seine Auferstehung in Verbindung zu dem im Alten Testament offenbarten göttlichen Heilsplan stellte. Nach den alttestamentlichen Lesungen war es so weit: Pater Paul gab mit seinem „Gloria in excelsis deo“ den Einsatz. Sofort setzten Orgel, Ministrantenschellen und die Kirchenglocken ein. Die Bläser unterstützten dieses Einspiel zum Gloria sehr eindrucksvoll. Gleichzeitig erstrahlten alle Lampen in der Kirche. Die Grabesstille war gebrochen. Nach der Lesung wurde erstmals das Osteralleluja gesungen, das der Chor, Bläser und Orgel mit Händels Alleluja weiterführten.

In seiner Predigt legte Pater Paul jedem ans Herz, zu überdenken, ob Jesus für ihn wirklich gegenwärtig und nicht eine historische Person oder – noch schlimmer – einfach begraben sei. Deshalb appellierte er auch vor dem Segen noch einmal an alle Kirchenbesucher: Jesus Christus lebe, und das bedeute: „Er ist bei mir, in jedem Moment meines Lebens.“.

Pater Paul segnete auch die mitgebrachten Speisen und dazu viele bunte Eier in großen Körben, die nach der Hl. Messe von der Schola an die Kirchenbesucher verteilt wurden.