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Fest des hl. Stephanus

Den hl. Stephanus, den ersten Märtyrer und Patron des Passauer Stephansdoms, feierte Generalvikar Prälat Dr. Klaus Metzl am 26. Dezember um 10.00 Uhr in der Wallfahrtskirche mit der Mariahilfer Kirchengemeinde.

Mit einer feierlichen Orchestermesse wurde am Mittwoch, dem 26. Dezember um 10.00 Uhr, in der Wallfahrtskirche des ersten Märtyrers der Christenheit gedacht. Der Generalvikar verkündete in der Statio, Christsein bedeute, sein Kreuz auf sich zu nehmen und Christus nachzufolgen. Als Beispiel für die Nachfolge bis zum Tod nannte er den heiligen Stephanus. Wie Jesus erst zur Erde hinabgestiegen und wieder zum Himmel aufgestiegen ist, so sollten auch wir in das Elend der Menschen absteigen und zuletzt aufsteigen zum ewigen Leben.

Die Geschichte des Kindes von Bethlehem und die Geschichte des Gekreuzigten auf Golgota würden unzertrennlich zusammengehören, stellte der Generalvikar zu Beginn seiner Predigt fest. Auch sei Jesu Warnung vor den Menschen an seine Jünger eine „realistische Warnung vor denen, die sich seiner Botschaft von der Liebe, von der Gerechtigkeit, vom Frieden und der Versöhnung in den Weg stellen“. Die Geschichte der Kirche bestätige die weise Vorhersage Jesu: Christen in Not wegen ihres Glaubens können sich auf Jesu Wort verlassen, dass dann der Geist des Vaters durch sie redet. Der erste, der diese Erfahrung machte, sei Stephanus gewesen, der zu Tode gesteinigt wurde. Der Generalvikar stellte jedoch fest: „Die Botschaft, die mit der Menschwerdung Gottes in Jesus Christus anhebt, dass nämlich die Liebe über den Hass und das Leben über den Tod triumphieren werden, ist nicht mehr zunichte zu machen – mit keinen Steinen der Welt und sonstigen Mitteln von Terror und Gewalt.“. Auch wer sich heute zum Christsein bekenne, der müsse sich gegen Weltanschauungen und Glaubensauffassungen, Wertvorstellungen und ethische Maßstäbe verteidigen. Wichtig dabei sei, seinen Glauben überzeugend zu kennen und zu leben. Den Text des Evangeliums nannte der Generalvikar ein „Psychogramm der Unmenschlichkeit: Denn schnell habe jemand etwas in der Hand, was tödlich sein kann: „ein falsches Wort, ein böser Blick, eine schlechte Erinnerung, ein tödliches Schweigen. All das sind Steine.“ Den Stephanus nannte der Generalvikar einen wahren Nachfolger Jesu, da er selbst in seiner Sterbestunde seinen Mördern noch verzeihen konnte. Schon das sei ein Grund, den hl. Stephanus gleich nach Weihnachten zu feiern.

Vor dem Segen bedankte sich der Generalvikar bei der Chorgemeinschaft Mariahilf, den Musikern und bei Kirchenmusikdirektor Dr. Marius Schwemmer für die musikalische Gestaltung des Gottesdienstes. Dann wünschte er allen „gesegnete, friedvolle Tage zwischen den Jahren“ und den Mut Jesu Christi wie auch den Mut der Märtyrer und Zeugen, allen voran den des hl. Stephanus.