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Gründonnerstag

Die Hl. Messe am Gedächtnistag des Letzten Abendmahls Jesu feierte Pater Paul in Konzelebration mit Pater Sebastian. Musikalisch begleitet wurde der Festgottesdienst vom Mariahilfer Chor unter Leitung von Frau Melanie Huber.

Zu Beginn erklärte Pater Paul die besondere Bedeutung dieser Eucharistiefeier am Gründonnerstag, denn an diesem Tag, am Abend vor seinem Tod, habe Jesus seiner Kirche die Eucharistie als Testament hinterlassen.

Nach dem mächtigen Gloria von Orgel, Chor und Gemeinde, begleitet von den Schellen der Ministranten und der Kirchenglocken verstummten Orgel und Kirchenglocken, und die Ministranten griffen zu Klappern.

Dass Jesus am Abend vor seinem Tod gleich drei Geheimnisse eingesetzt hatte, darüber sprach Pater Paul in seiner Predigt. Jesus setzte die Hl. Eucharistie ein, und seine Worte „Das ist mein Leib.“ und „Das ist mein Blut“ würden uns die Bestätigung geben, dass er „in Brot und Wein als ganz wahrer Gott und wahrer Mensch gegenwärtig“ ist. Genauso verbürgt sei sein Auftrag „Tut dies zu meinem Gedächtnis“. Ihrem Apostolat getreu hätten die Apostel durch Handauflegung und Gebet diesen Auftrag an andere Priester weitergegeben und somit dafür gesorgt, „dass das Volk Gottes das Pascha-Geheimnis feiern kann, bis der Herr wiederkommt in Herrlichkeit“. Deswegen, erklärte Pater Paul, gelte der Gründonnerstag auch als der Tag, an dem das Priestertum eingesetzt wurde. Indem Jesus im Abendmahlsaal seinen Aposteln die Füße wusch, zeigte er ihnen, wie sie und alle Priester ihr Amt verstehen sollten: als Diener aller. Pater Paul schloss seine Ansprache mit dem Anliegen: „Gebe Gott, dass unser Tun hier im Gottesdienst in unserem Leben Frucht bringt! Und das wünsche ich Ihnen und auch mir heute von ganzem Herzen.“.

Die sich der Hl. Messe anschließende Prozession mit dem Allerheiligsten zum Seitenaltar steht für den Gang Jesu zum Ölberg, wo er in Todesangst betete und verhaftet wurde. Es folgte die stille Anbetung vor dem Allerheiligsten im Gedenken an die Nacht von Jesu Verhaftung und Geißelung.

Nach dem Gründonnerstag-Gottesdienst ist es in Mariahilf der Brauch, eine gemeinsame Agape, ein Freundschaftsmahl zu halten. Fleißige Hände hatten Brote vorbereitet, und so standen die Kirchenbesucher noch einige Zeit im Wallfahrtshof bei Brot und Wein beisammen.