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Kirchenkonzert in der Wallfahrtskirche

Am Samstag, dem 15. Oktober, fand in Mariahilf ein besonderes Konzert statt. Auf Drängen eines Passauer Freundes der Künstler fanden herausragende Sänger und ein hochkarätiger Organist ihren Weg nach Passau, wo sie zwei Konzerte gaben. Am Samstag kamen die Kirchgänger von Mariahilf in den Genuss.

Auf dem Repertoir standen Mariengesänge und Instrumentalsätze zu Ehren der Gottesmutter – aus dem Zeitraum vom 15. bis zum 20. Jahrhundert.

Das Konzert begann mit drei Salve Regina-Versetten für Orgel aus dem 15. Jahrhundert.

Sofort war zu erkennen, dass hier mit Herrn Felix Spreng ein Meister an der Orgel saß. Beim ersten Marienlied handelte es sich um ein „Ave Maria“ von Jakob Arcadelt aus dem 16. Jahrhundert. Die ausführenden Sänger waren die Sopranistin Frau Anja Schwarze-Janka und die Altistin Frau Gruber-Trenker. Ihre hervorragenden Stimmen erklangen einzeln und im Duett. Es war einfach ein Ohrenschmaus, wie die Stimmen miteinander harmonierten und die Orgel mitsang. Der Kirchenraum war erfüllt von den klaren Stimmen und dem innigen Marienlob.  Mehr noch: Die drei Interpreten schienen sich direkt an Maria gewandt zu haben. Sie flehten um ihre Fürbitte, sie sangen bewundernd Marias Lob und fühlten mit Maria.. Der Gesang war zum Gebet geworden. Felix Sprang begleitete so feinfühlend, dass die Orgel nur dazwischen, wenn der Gesang kurz unterbrach, hervortrat. Erwähnenswert ist auch die Violinbegleitung von Frau Lonika Herzog, die das Trio  beim „Ave Maria“ von Luige Cherubini (um 1800 entstanden) unterstützte.

Die beiden Sängerinnen und der Organist führten die gebannten Zuhörer durch die Jahrhunderte der Geschichte des Marienlieds. Zur Aufführung kamen so bekannte Mariengesänge wie das „Ave Maria“ von Giulio Caccini oder das „Ave Verum“ von Mozart.  Viele Mariengesänge waren aber doch eher unbekannt, aber wunderschön anzuhören.

Es bleibt nur zu hoffen, dass die Künstler bald wieder den Weg nach Mariahilf finden und dann wird wohl die Kirche zu klein werden, wenn sich herumspricht, welch einzigartige Darbietung so mancher versäumt hat.