Meditation zu Sam 7, 1-5. 8b-12.14a. 16 und Röm 16, 25-27
Gott will uns eine Wohnung geben, dir und mir
Viele Menschen sind heute auf der Suche nach einer Wohnung,
nach einem festen Sitz im Leben, nach einem Ort, wo sie zu Hause sind,
nach einem Ort geistiger und geistlicher Sicherheit und Geborgenheit.
Ich werde dir eine Wohnung bereiten!
Welch großartiges Angebot von Gott, uns eine Wohnung zu geben.
Allerdings keine Wohnung gebaut aus toten Ziegeln,
verziert mit Edelsteinen und wertvollen Tüchern,
ausgestattet mit strahlender Beleuchtung und neuester Technik.
Sie ist gebaut mit lebendigen, lebensspendenden Steinen,
ausgestattet mit dem Stall von Betlehem,
mit dem Freudenfeuer der Hirten,
mit dem wegweisenden Stern am Himmel des Morgenlandes,
mit dem Vertrag über das Bündnis zwischen Gott und allen Menschen,
aber auch mit dem Kreuz von Golgota
und dem Stein, der vom Grab weggewälzt wurde.
Gott will uns eine Wohnung geben, dir und mir
Doch manche Menschen hausen lieber auf der Straße
als in einer Immobilie Gottes.
Wohnung Gottes, für wen?
Für Arme und Reiche, für Schwarze und Weiße,
für Frauen und Männer, für Könige und Hirten,
für Gelehrte und Einfältige, für Juden und Griechen.
Er, Gott, bietet gerechte Preise
und kümmert sich mit Sorgfalt und Liebe um seine Mieter.
Er gewährt Wohnrecht für immer – und für alle!
Gott will uns eine Wohnung geben, dir und mir
Und wir? Nehmen wir sie an? Ziehen wir dort ein?
Du kannst dein Ja riskieren zu dieser Wohnung,
so, wie auch Maria ihr Ja riskiert hat zu diesem Gott.
Dr. Josef Meier
Passau


