Weihnachtsfest, 25.12.2010, in der Wallfahrtskirche Mariahilf ob Passau
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Meditation zu Jes 52, 7-10
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Weihnachten, die Geburt des Gottessohnes,
ist ein Heilsereignis, eine heilende Zeit,
die aufgerissene Wunden zudeckt
und Unheil von uns nimmt.
Die Menschen lebten der Schuld,
und zugleich hoffend auf Vergebung,
sie lebten ihr selbsteigenes Leben,
und flohen dennoch immer wieder unter den göttlichen Schutz,
sie tanzten um das goldene Kalb,
und bestiegen anschließend den heiligen Berg,
sie saßen gefesselt und geknechtet im fernen Land,
und schrieen zum Herrn um Befreiung und Rückkehr ins heimatliche Land.
Wie geht es uns heute?
Die Vergangenheit ragt auch in die Gegenwart!
Der Mensch immer noch im Dauerlauf für und gegen Gott,
hin- und hergerissen in seiner Freiheit
und doch ausschauend nach dem rettenden Arm,
der verheißenen Erlösung, dem versprochenen Messias.
Und sie ist wahr geworden, die Verheißung,
das Geheimnis liegt offen vor uns,
das Kind wurde geboren,
Gott ist da.
Jerusalem und jede und jeder von uns ist mit Jubel erfüllt,
der Herr hat Platz genommen in seinem „Haus“.
Und das Licht der Krippe bestrahlt uns
mehr als alle Sonnen zusammen.
Trost und Erlösung ergreift die Menschen.
Und wir, du und ich, sind mitten drin
im langen Zug, in der Prozession zur Krippe,
Seit an Seit mit den Hirten und Königen,
mit allen Menschen guten Willens.
Denn wir wissen:
Das Kind ist Gott
und wir sind geheilt und gerettet.
Dr. Josef Meier
Passau


