Motorradclub „Motoristi za Motoriste“ aus Slowenien in Mariahilf

Der Motorradclub aus Slowenien machte Station in Passau-Mariahilf. Gemeinsam feierten die Motorradfahrer um 9.30 Uhr in der Wallfahrtskirche einen Gottesdienst.

Es war ein ungewöhnliches Bild in Mariahilf. Mit lautem, Respekt einflößendem Motorengedröhne fuhren über 70 Motorräder in den Wallfahrtshof ein. Der Hof reichte trotz der schnell entfernten Bänke nicht aus, um diese Menge von Krafträder zu fassen. Sogar das Areal bei der Linde am Wallfahrtsweg füllte sich mit schweren Maschinen.

Mitglieder eines Motorradclubs mit Sitz in Nova Štifta , Sodražica/Slowenien, hatten Passau als Ziel ihrer großen Fahrt ausgewählt. Neben einem Besuch in der Glockengießerei Perner stand auch ein Gottesdienst in der Wallfahrtkirche auf dem Programm, denn für ihre Reise erhofften sie sich auch den  Segen Gottes und die Fürsprache der Muttergottes. Zu Hause im Wallfahrtsort Brezje in Slowenien verehren sie Maria ebenfalls in einer Mariahilfkirche, so dass der Ausflug zu einer Fahrt von Mariahilf nach Mariahilf wurde.

Der Tross der Fahrzeuge umfasste nicht nur 72 schwere Kräder, sondern auch Quads und einen Begleitbus. Die 110 Fahrer gehören dem Motorradclub „Motoristi za Motoriste“ (übersetzt etwas „Motoradfahrer für Motorradfahrer“) an – einem Motorradclub mit großem Herzen. Die Ausflüge gelten gleichzeitig immer einem guten Zweck: Der Grundgedanke des Vereins ist die Solidarität unter Motorradfahrern zur Unterstützung von Familien, die durch Unfall oder andere Katastrophen in Not geraten sind.

In Mariahilf informierte Wallfahrtsseelsorger Pater Beniamin die Pilger aus Slowenien über die Geschichte der Wallfahrtskirche und die besondere Bedeutung des Gnadenbildes. Die Hl. Messe zelebrierte der aus Slowenien mitgereiste Pfarrer Blaz Gregorc, assistiert vom  Franziskanerpater Niko Žvokelj, der die Ansprache hielt.

Auch Pater Niko fuhr auf seinem eigenen Motorrat im Tross mit. Es lag den Kradfahrern am Herzen, von ihrer Bewunderung für ihn und seine Aufbauarbeiten in den Gemeinden, in denen er tätig war und ist, zu erzählen. Er sammelte u.a. Spenden für die Kirchenrenovierung und die Anschaffung von zwei Glocken, die in der Glockengießerei Perner in Passau gegossen wurden. Außerdem führte Pater Niko 1998 die Fahrzeugsegnungen für den Motorradclub ein, die seither Tradition sind. Begonnen, so berichtete der Präsident des Vereins – Hočevar Pavel – , hat alles mit der Segnung von 50 Bikern, und zur Zeit sind es an die 5000.