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Nachprimiz der Pauliner-Neupriester

Drei Neupriester des Paulinerordens besuchten am Montag, dem 3. Juli ihre Mitbrüder im Kloster Mariahilf und hielten um 19.00 Uhr in Konzelebration mit Pater Paul und Pater Beniamin eine feierliche Nachprimiz. Für die musikalische Begleitung konnten Frau Huber und die Frauenschola gewonnen werden.

Viele Gläubige hatten die Gelegenheit, den Primizsegen zu erhalten, wahrgenommen und sind in die Wallfahrtskirche gekommen, um die Nachprimiz mitzufeiern. Schon den Rosenkranz für die Neupriester beteten sie vor der Hl. Messe mit. Pater Paul stellte zu Beginn der Hl. Messe die drei Neupriester vor, die am 27. Mai in Tschenstochau ausgeweiht wurden:

Primiziant P. Onufry Alchovik

Primiziant P. Jacek Chamernik

Primiziant P. Jakub Szymczycha

Über Pater Jacek freute sich Pater Paul besonders, weil dieser sich bereit erklärt hatte, in Deutschland zu arbeiten. Als Hauptzelebrant fungierte P. Onufry Alchovik aus Weißrussland. Er feierte die Hl. Messe in gutem Deutsch, und auch seine Mitprimizianten machten sich die Mühe, in deutscher Sprache zu konzelebrieren.

In seiner Predigt verteidigte Pater Paul den hl. Apostel Thomas, dessen Fest gefeiert wurde. Der Beiname „Zweifler“ würde dem Apostel nicht gerecht werden. Eher könne der Beiname „der Wissbegierige“ zu ihm passen, denn er sei einer gewesen, der immer nachgefragt und dann auf der Grundlage seiner Vernunft geglaubt habe. Dazu stellte Pater Paul fest: Glauben ist Gottvertrauen. Gottvertauen wiederum würde durch gute Erfahrungen wachsen, von denen in der Bibel genug zu finden seien. Pater Paul zeigte auf, dass auch die Personen der Weihnachtsgeschichte – Maria, Josef, die Weisen und die Hirten – Fragen gestellt bzw. nachgeforscht hätten. Dann leitete Pater Paul zur Situation der Primizianten über, die sich auch einmal fragen würden, was sie falsch gemacht hätten, wenn sich z. B. von den Kindern, die zur Hl. Kommunion gehen, kaum noch jemand später in der Kirche sehen ließe. Deshalb wünschte Pater Paul seinen jungen Mitbrüdern etwas vom Mut und von der Tiefgründigkeit des hl. Thomas. Denn auch in der Gemeindeleitung gelte: „Die Dinge hinterfragen, sich in der Bibel vergewissern, den Sachverstand aller bündeln und dann wohlbegründet die Frohe Botschaft Jesu Christi verbreiten”.

Zum Ende der Hl. Messe ergriffen nochmals Neupriester P. Onufry Alchovik und Pater Paul das Wort. Pater Onofry bekundete seine Freude über das gemeinsame Gebet in der Wallfahrtskirche Mariahilf in Passau. Pater Paul verriet den Primizianten, dass auch der polnische König Jan Sobieski, als er mit dem polnischen Herr vor Wien gestanden war, gebetet habe: Maria hilf!  Dann rief er die Gottesmutter an: „Maria hilf, dass wir immer genügend Priester haben. Maria hilf, dass wir viele Berufungen haben – auch hier in Deutschland. Maria, hilf, dass wir v. a. gute Christen werden und gute Christen bleiben“. Und er versprach, seine neuen priesterlichen Mitbrüder vor dem Mariahilf-Bild ins Gebet einzuschließen. Die Kirchenbesucher zeigten ihre Übereinstimmung durch begeistertes Klatschen.

Anschließend erteilten die Neupriester gemeinsam den begehrten Primizsegen mit den Worten: „Gott segne euch durch den ewigen Priester Jesus Christus. Er schenke euch die Gnade, ihn zu erkennen und ihn zu lieben. Er heilige euch durch die Wahrheit und lasse euch eins sein in der Liebe, damit ihr seine Herrlichkeit schauen dürft. Er bewahre euch und behüte euch vor dem Bösen, damit keiner von euch verlorengeht.

Durch die Ausbreitung unserer Hände  und durch die Anrufung der seligen Jungfrau Maria, des hl. Paulus und aller Heiligen segne und behüte euch der Allmächtige Gott, der Vater und der Sohn und der Hl. Geist.“

Im Anschluss hatten die Kirchenbesucher die Gelegenheit, sich von jedem Primizianten den Einzelsegen geben zu lassen.