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Patrozinium des Paulinerordens

Am Sonntag, dem 20. Januar um 10.00 Uhr, feierten die Pauliner von Mariahilf mit der Mariahilfer Kirchengemeinde in der Wallfahrtskirche ihr feierliches Ordenspatrozinium. Als Hauptzelebrant und Festprediger wirkte Domkapitular Josef Ederer.

Eine große Schar von Gläubigen kam am Sonntag um 10.00 Uhr in der Wallfahrtskirche Mariahilf zusammen, um das Patrozinium des Paulinerordens mitzufeiern. Pater Paul

vom Paulinerorden freute sich, Domkapitular Josef Ederer als Hauptzelebranten und Festprediger und als Konzelebranten Domdekan Dr. Hans Bauernfeind und Pater Sebastian begrüßen zu dürfen.

In seiner Predigt würdigte der Domkapitular den hl. Paulus von Theben, den ersten Einsiedler und Patron des Paulinerordens. Kurz umriss er dessen Schicksal nach den Aufzeichnungen des hl. Hyronimus: die Flucht des 15/16-Jährigen vor der Christenverfolgung in die Gebirgseinöden und ein 90-jähriges Leben fern von der Welt und den Menschen. So stehe der Heilige „für eine kompromisslose eremitische Praxis als Rückzug aus der Welt, als freiwilliges Loslösen und Verlassen dessen, was in der Welt als wertvoll gilt“. Dadurch sei der hl. Paulus von Theben völlig frei für das eigene Heil, für Gott geworden. Doch auch eine andere Seite könne man beim hl. Paulus finden: als er den hl. Antonius, der das Leben mit ihm teilen wollte, mit den Worten “Nicht was dir, sondern was anderen zum Nutzen gereicht, musst du suchen.” zurückwies. Das solle auch für uns ein guter Rat sein, alle von Gott gegebenen Geistesgaben und Charismen so einzusetzen, dass sie „den Menschen und dem Aufbau der Gemeinde, der Kirche und des Reiches Gottes“ nützen.

Christliches Leben in Kontemplation wie auch in Aktion spiegle sich auch in der Geschichte und der Entwicklung des Paulinerordens wieder“, stellte der Domkapitular fest. Der Paulinerorden habe sich in seiner Geschichte von der Prägung “eremitisch-kontemplativen Spiritualität” zu einer mehr “kontemplativ-apostolischen Lebensform” mit seelsorgerlichen Aufgaben entwickelt. Dies zeigte der Domkapitular am Beispiel der Mariahilfer Pauliner auf, die auch in der Wallfahrts- und Pfarrseelsorge tätig sind.  Nebenbei bedankte er sich für Pater Pauls Engagement als „Nothelfer für einen ausgefallenen Priester“ im Pfarrverband Landau an der Isar.

Weiter stellte der Domkapitular fest, das Beispiel der Hochzeit von Kana könne jedem eine Entscheidungshilfe im Spannungsfeld Gott und Welt sein: „Ganz auf Jesus vertrauen und tun, was er uns sagt, dann geschieht Heil, dann erneuert Jesus uns und die Welt! (…) Dazu gehört das sensible und ehrliche Wahrnehmen dessen, was ist, – wie Maria, dazu gehört das Hören auf Gott, auf Jesus, auf das Wort Gottes – wie Paulus von Theben, dazu gehört das vertrauensvolle und fürbittende Gebet, und dazu gehört das eigene Mit-tun, die Kooperation, – wie die der Diener im Evangelium.“ Unverzichtbar seien dabei sowohl Kontemplation wie auch Aktion, um Erneuerung in der Beziehung zu Ihm und um Erneuerung der Welt zu schaffen.

Für eine festliche Umrahmung des Gottesdienstes sorgten Chor und Orchester.