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Patroziniumfest des Paulinerordens

Anlässlich des Hochfestes des hl. Paulus von Theben, des Ordenspatrons der Pauliner, feierten Domdekan Dr. Johann Bauerfeind, Generalvikar Prälat Dr. Klaus Metzl und Pater Paul sowie Pater Sebastian vom Paulinerorden am Sonntag, 17. Januar, um 10.00 Uhr einen feierlichen Gottesdienst.

Mit dem Pauluslied eröffneten Chor und Orchester die Feier zu Ehren des Ordensheiligen. Wallfahrtsrektor Pater Paul begrüßte alle Kirchenbesucher und Freunde des Paulinerordens. Er sprach seine Freude aus, dass er Herrn Domdekan Dr. Johann Bauernfeind als Hauptzelebranten und Festredner gewinnen konnte. Seinen Ordenspatron stellte er als ein Vorbild für jeden glaubenden Menschen vor, sich einzulassen auf Gott, um Kraft und Mut für jeden Tag im Leben von ihm zu erhalten. Als Anliegen am Fest des hl. Paulus von Theben formulierte er die Bitte an Gott um immer wieder neue Berufungen im Paulinerorden.

Der Domdekan griff diese Bitte auf und bedankte sich für die Einladung zu diesem Hochfest. Wie fast alle zu Beginn des Wirkens der Pauliner in Passau, gab auch er zu, dass er sich erst mit diesem ersten Einsiedler beschäftigen musste. Dabei habe er erkannt, wie anregend das Leben des Heiligen für die Entwicklung eines Christen sein könne.

Dies führte er in seiner Festpredigt detaillierter aus: Der heilige Paulus sah sich während der Christenverfolgungen im 3. Jahrhundert gezwungen in die ägyptische Wüste zu fliehen. Diese Situation des Heiligen verglich der Domdekan anschaulich mit der Not der Flüchtlinge unserer Tage. Doch die  Flucht des hl. Paulus von Theben in die Einsamkeit der Wüste war erstaunlicherweise nicht zum Scheitern verurteilt, denn in der Einsamkeit habe sich der Heilige ganz auf Gott konzentriert und in ihm seinen Wegweiser und eine Kraftquelle für sein langes Leben gefunden. Im Folgenden verdeutlichte der Domdekan, wie sinngebend ein Leben in Einsamkeit sein könne. Deshalb sollte auch heute jeder Christ Zeiten der Ruhe, der Anbetung und der Besinnung einplanen, um sein christliches Leben zu überdenken und Christus neu zu entdecken. Das – so betonte der Domdekan – sei „die Reform, die wir in der Kirche täglich“ bräuchten. Deshalb könne die Präsenz der Pauliner auf Mariahilf einen großer Segen bedeuten, da sie auf ihren geistlichen Vater, den hl. Paulus von Theben, aufmerksam machen. Sie würden uns „sozusagen aufrufen, uns zurückzuziehen, damit wir von neuem das kraftvoll sein können, wozu wir berufen sind: missionarische, aufbrechende, in die Welt hineinwirkende Kirche“. Abschließend äußerte er die Bitte an die Gnadenmutter, dazu Helferin und Fürbitterin bei ihrem Sohn zu sein.

Vor dem Segen bedankte sich der Domdekan bei allen, dazu besonders beim Chor, der Schola und dem Orchester für die musikalische Gestaltung, und den Paulinern gratulierte er zu ihrem geistlichen Vater.