Den festlichen Abschluss und gleichzeitig Höhepunkt der Feierlichkeiten am Gedenktag des Patriarchen des Paulinerordens, des heiligen Paulus von Theben, bildete das Hochamt am Sonntag um 10.00 Uhr. Domprobst Hans Striedl zelebrierte diese Festmesse in Konzelebration mit Domprobst i.R. Prälat Hermann Herzig, Ordensprovinzial Pater Mirko, Wallfahrtsseelsorger Pater Beniamin und Kaplan Pater Eusebius.
Pater Beniamin begrüßte alle Gottesdienstbesucher und besonders den Hauptzelebranten und Festprediger, Domprobst Hans Striedl. In seiner Predigt wandte sich der Domprobst direkt an seine Mitbrüder in der Ordensgemeinschaft der Pauliner – mit dem Wort des Evangeliums, das fordert, nichts außer einem Wanderstab auf dem Weg mitzunehmen. Wichtig sei allein das Evangelium Jesu Christi und das Bestreben, dass die Sache des Glaubens weitergehe. Sie hätten in ihrem Ordensvater, dem Hl. Paulus, das richtige Vorbild, da dessen Worte mit der Art und Weise, wie er selber lebte, zusammenstimmten. Da dieser sein ganzes Leben in tiefer Gemeinschaft mit Gott verbrachte, lebte er „in Zufriedenheit und Freude des Herzens“. Nach einem kurzen Einblick in die Lebensgeschichte des Hl. Paulus und in die Ordensgeschichte lenkte der Domprobst seine Zuhörer auf einen wichtigen Aspekt der Nachfolge Christi: auf das Bemühen von Glaubensboten, wie dem heiligen Paulus, Menschen für das Reich Gottes zu finden. Gerade in der heutigen Zeit böten sich viele Chancen, „die Botschaft des Auferstandenen, die Botschaft des Lebens … weiterzusagen und weiterzutragen“. Das wäre die große Aufgabe der Priester: ein Zeichen zu sein, das auf Gott hinweist.
Den Paulinern vom Kloster Mariahilf sagte der Domprobst ein herzliches Vergelt’s Gott für ihre Arbeit in der Wallfahrtsseelsorge, in der Pfarrei und besonders auch in der Priesterseelsorge.
Seine Predigt schloss er mit einem Gebet:
Gott, Dein Sohn ging weg aus dieser Welt,
aber nicht Sein Geist. Sein Geist lebt fort in Seiner Gemeinde.
Wo aber ist diese geisterfüllte Gemeinde zu finden?
Dabei sind so viele, auch heute – dem Namen nach,
aus Tradition, so zur Sicherheit.
Aber dabei – mit ganzem Herzen,
begeistert vom Geist Deines Sohnes –
Gott, wo gibt es diese Gemeinde?
Vielleicht dort, wo Menschen anfangen, miteinander zu beten.
Wo ihr Gebet sie antreibt für Deinen Anspruch.
Wo sie ergriffen werden und offen bekennen:
„Unsere Mitte ist Jesus, Dein Sohn, unser Bruder.
Du aber bist – unser einziger Vater!“
Wo Menschen nicht nur an sich denken und einander lieben.
Wo sie teilen mit dem, der weniger hat.
Wo sie „WIR“ sagen und „UNSER“ und nicht dauernd „ICH“.
Dort ist Gemeinde, dort ist Kirche – und dort bist DU!
Gott lass uns dabei sein in dieser Gemeinde, mit dem Hl. Paulus,
mit Maria und allen, die den gleichen Weg schon längst gegangen sind,
und als unsere Fürsprecher bei Dir sind in der Ewigkeit des Himmels. Amen
Den besonders feierlichen Charakter unterstrich auch die musikalische Gestaltung: Zur Aufführung kamen – neben Liedern aus dem Gotteslob – die “Orgelsolomesse” Missa solemnis C-Dur von Wolfgang Amadeus Mozart, sowie das „Pauluslied“ und das Lied „Schwarze Madonna“.
Beim Verlassen der Wallfahrtskirche wurden den Kirchenbesuchern Datteln angeboten – zur Erinnerung an eine Nahrung des hl. Paulus während seines lebenslangen Aufenthalts in der Wüste.












































