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Pontifikale Marienandacht

Im Rahmen der zweiten Maria-Hilf-Woche feierte Bischof Dr. Stefan Oster SDB am Montag, dem 26. Juni um 19.00 Uhr in der Wallfahrtskirche Mariahilf eine pontifikale Marienandacht, während der er auch die Wallfahrtsstiege nach ihrer Renovierung wieder neu einsegnete.

Zu den Klängen der Diözesanbläser zogen der Bischof, Domdekan, Msgr. Dr. Hans Bauernfeind und Pater Paul vom Paulinerkloster Mariahilf in die Wallfahrtskirche ein. Mit dem Marienlied „Gegrüßet seist du, Königin“ begann die pontifikale Marienandacht. Bischof Dr. Stefan Oster begrüßte seine Mitbrüder im geistlichen Dienst und alle anwesenden Marienverehrer. Dazu erklärte er, dass zwar hier in der Wallfahrtskirche unter dem Mariahilf-Bild die zentrale Marienfeier stattfinde, aber an vielen Orten im Bistum werde diese in Marienandachten durch Gebet und Gesang unterstützt. Maria, die „mit der ganzen Kirche auch den Hl. Geist für uns erbeten“ habe, lade uns ein, auf ihren Sohn, das Kind und den Gekreuzigten zu schauen. Sie sei die Fürsprecherin beim Vater, deshalb könnten wir ihr alle unsere Anliegen und auch die Anliegen des ganzen Bistums anvertrauen.

Glaube ist: Feststehen in dem, was man erhofft, Überzeugtsein von Dingen, die man nicht sieht..“ – zu diesem Zitat aus dem Hebräerbrief stellte der Bischof fest, dass von jedem eine Entscheidung verlangt werde: „Lass ich mich ein auf den Glauben, so dass er nicht nur eine Kopfsache wird.“. Doch in der Nähe eines Menschen, der intensiv glaubt, glaube es sich leichter. Als Vorbilder stellte er Abraham als den Vater des Glaubens und vor allem Maria als die Mutter des Glaubens vor. Denn sie glaubte trotz Widrigkeit und scheinbarer Aussichtslosigkeit. Gerade deshalb sei sie mit ihrem intensiven Glauben die richtige Hilfe, wenn ein Glaube wegzubrechen drohe. Sogar die Jünger hätten in ihrer Nähe gelernt, an Pfingsten zu glauben. Von Maria glauben zu lernen, sei eines der wichtigsten Gründe für die Einführung der Maria-Hilf-Woche gewesen, denn überall, wo sie verehrt wird, könne man spüren, dass Gott nahe ist.

Nach der Schriftlesung des Domdekans, vielen beliebten Marienliedern, einem Rosenkranz und dem Maria-Hilf-Gebet erteilte der Bischof den feierlichen Segen.

Noch während der gesungenen Bitte „Segne du, Maria“ zog der Bischof mit seinem liturgischen Dienst zur Wallfahrtsstiege. Mit dem Wunsch,  das Abbeten der Stufen dieser Stiege möge den „Betenden Trost, Hoffnung und Segen“ bringen, segnete er die Wallfahrtsstiege mit den Worten:

„Vater im Himmel, zusammen mit deinem Sohn Jesus Christus und im Vertrauen auf das Wirken des Heiligen Geistes rufen wir zu Dir: Segne diese neu renovierte Mariahilf-Stiege. Lass an diesem Ort die Menschen aus den Erfahrungen des Dunklen im Leben zur Hoffnung und zum Licht deiner Gegenwart finden. Hilf den Menschen dabei auf die Fürsprache der Jungfrau und Gottesmutter zu vertrauen, die wir – dank deiner Gnade – als die Hilfe der Christen anrufen dürfen. Dir sei Ehre und Lobpreis mit deinem Vater im Himmel und dem Heiligen Geist – heute und in Ewigkeit.“

Im Anschluss erfolgte an alle Kirchenbesucher die Einladung in den Mariahilfer Chorraum zu einem Vortrag von Werner Friedenberger zum Thema „Patrona Bavariae“.