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Pontifikale Marienandacht

Die erste pontifikale Marienandacht mit Bischof Dr. Stefan Oster SDB während der Maria-Hilf-Woche fand am Dienstag um 19.00 Uhr in der Wallfahrtskirche statt.

Vor 18.00 Uhr kamen bereits die ersten Gläubigen, um sich einen Platz in der kleinen Wallfahrtskirche zu sichern. Um 19.00 Uhr zogen dann der Bischof, der Generalvikar, der Domprobst, ein Diakon und Domkapitulare feierlich in die Wallfahrtskirche ein, und gemeinsam mit den anwesenden Marienverehrern begrüßten alle die Gottesmutter mit dem Lied „Gegrüßet seist du, Königin“.

In seiner Statio pries der Bischof die Gottesmutter, weil sie Heimat gebe, uns ermutige, auf ihren Sohn zu schauen und zu beten und weil sie unsere Fürsprecherin bei ihrem Sohn sei. Der Bischof schloss auch alle in die Gebete mit ein, die an vielen Orten des Bistums Passau mitbeten würden. Maria habe diese diözesane Glaubensgemeinschaft zusammengeführt und auch sie bete mit. Ihre Gegenwart würde allen die Augen für ihren Sohn öffnen. Auch die Diözesanpatrone rief der Bischof an, für ihn und für alle zu bitten. Marias Gegenwart öffne unsere Augen für ihren Sohn, der Weg, Wahrheit und Leben bedeute.

Einige Gedanken zum Evangelium von der Verkündigung des Herrn brachte der Bischof in seiner Ansprache. Er lenkte den Blick auf die ungeheure Entscheidung Marias, ihr Ja zu Gottes Plan zu geben. Ihr Ja stehe stellvertretend für das gesamte Menschengeschlecht. Feststellbar sei auch, dass Gott die Freiheit des Menschen ernst nehme. Mit dem Ja Marias beginne die Kirche und diese lebe bis heute und bis in alle Zeiten von diesem Ja. Denn immer wieder sei Gott gegenwärtig in der Eucharistie. Somit reiche die Ewigkeit in die Gegenwart hinein. Die Gottesmutter leite uns und habe kein anderes Ziel, als uns dem Herrn entgegenzuführen. Diese Gedanken erläuterte der Bischof am Beispiel der aktuellen Fußball-Europameisterschaft: Jesus sei unser Trainer mit den beiden Zielen, dass unser Ja dem Ja der Gottesmutter ähnlich werde und dass wir einst ins Reich des Vaters kämen. Maria dürften wir uns in der Rolle des Kapitäns vorstellen, denn sie wolle uns einen und auf die Ziele ihres Sohnes hin ausrichten. Wenn wir mit Maria Ja sagen lernen würden, dann hätten wir schon gewonnen. Zum Schluss seiner Ansprache äußerte der Bischof seine Sehnsucht, das Bistum Passau möge immer mehr eine große Mannschaft werden, „die miteinander unterwegs ist, die zum Herrn ganz Ja sagen kann und so die pilgernde Kirche ist, die dem Reich des Vaters entgegengeht“.

Im weiteren Verlauf der Marienandacht gab es Momente der Besinnung, Rosenkranzgebete und dazwischen immer wieder altbekannte Marienlieder mit Orgel- und Bläserbegleitung. Bischof Stefan rief die Fürbitte Mariens für die Menschen seines Bistums und deren Anliegen an, und abschließend erteilte er den Segen. Mit dem Marienlied „Segne du, Maria, segne mich, dein Kind“ endete diese pastorale Marienandacht in der ersten Maria-Hilf-Woche im Bistum Passau.

Die musikalische Gestaltung dieser Feier hatten Frau Melanie Huber und Herr Michael Beck mit seiner Bläsergruppe übernommen. Radio Horeb übertrug diese Pastorale Marienandacht live.