Traditionelle Stadtwallfahrt nach Mariahilf am Montag, 12. September, dem Fest „Mariä Namen“

Viele Gläubige aus der Stadt Passau und dem Landkreis folgten der Einladung zur Stadtwallfahrt. Mit den betenden Gläubigen pilgerten auch Bischof Wilhelm Schraml und viele Geistliche, Ordensfrauen und Ordensmänner nach Mariahilf.

Auf Mariahilf versammelten sich alle im Wallfahrtshof zur Andacht.  Domdekan Dr. Michael Bär – in seinem Amt Nachfolger des Gründers von Mariahilf, des Domdekans Marquard Freiherr von Schwendi – begrüßte die Pilger. In seiner Festansprache zeigte er den Gläubigen die Bedeutung von Marias Namen auf, der eigentlich Miriam heiße und übersetzt „die Widerspenstige“. Der Ursprung des Namens liege im aramäischen , dem hebräischen Dialekt entnommen. Maria habe zwar den Namen behalten, aber die Bedeutung von Maria/Miriam überwunden, was schon ihre Antwort auf den Erzengel Gabriel, „Mir geschehe, wie du gesagt hast“ , beweise. Da ihr Lohn die Aufnahme in den Himmel war, so wies der Domdekan hin, gelte auch für uns: „Wer die Widerspenstigkeit ablegt, dem öffnet sich die Tür zum Paradies“.

Weiter erinnerte Dr. Bär an das zentrale Anliegen der Wallfahrt: die Bitte um Marias Beistand bei der Bewahrung des Friedens. Dass der Friede keine selbstverständliche Sache sei, zeige u.a. der aktuelle 10. Jahrestag des Attentats von New York und das Problem der europäischen Gemeinschaft. Überall drohe eine egoistische Widerspenstigkeit. Wenn die sich durchsetzt, dann könne die Gemeinschaft zerfallen.

Zum Schluss drückte der Domdekan seinen Wunsch aus, der Name Maria möge sich auch bei Jungen wieder mehr durchsetzen. Denn der Name stehe für eine besondere Frau, die die Widerspenstigkeit gebändigt habe und für ein größeres Ja zum Willen Gottes stehe.

Mit gemeinsamem Beten und Singen und dem eucharistischen Segen schloss die Andacht.