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Wallfahrtsstiege

Wegen Renovierung bleibt die Wallfahrtsstiege vorerst bis Mitte Juni geschlossen.

„Renovierung ,nicht so vordringlich‘ – Immer noch beten viele Wallfahrer ,die Stufen ab‘“ meldete die PNP in einem Artikel am Donnerstag, dem 4. November 1971. Doch darauf zu warten, dass keine Beter auf den Stufen anzutreffen sind, hieße: auf den Nimmerleinstag zu spekulieren.

Im nächsten Jahr kann die Stiege ihren 390. Weihetag feiern. Da ist heuer die richtige Zeit, sie für ihren Geburtstag herauszuputzen. Denn 2028, an ihrem 400. Geburtstag wird sie sicher wieder eine kleine Runderneuerung nötig haben.

Die Geburtsstunde unserer Wallfahrtsstiege schlug nach einjährigem Bau im Jahr 1628. Im gleichen Jahr wurde die Wallfahrtskirche fertig ausgestattet (Weihe 1627). Dieser zeitliche Zusammenhang erklärt sich daraus, dass der Zugang zur Wallfahrtskirche – nach W. Hopfner in den Heimatglocken 1935 – noch schlecht und beschwerlich war; die damalige Neustraße als Verbindung zur Wallfahrtskirche entstand erst Ende des 17. Jahrhunderts. Die Kosten der Stiege konnte man – noch bis zur Säkularisation 1803 – mit den Einkünften der Wallfahrt Mariahilf decken. Damals verfügte Mariahilf über reiche Einkünfte. Als Folge der Säkularisation verfiel die Stiege, sodass sie geschlossen werden musste. Erst Bischof Heinrich Hofstätter, der durch sein Engagement als zweiter Gründer der Wallfahrt angesehen wird, setzte die Renovierung der Stiege durch und konnte sie am 5. August 1864 einweihen. Seitdem hat sich das Aussehen der Stiege kaum verändert, nur das Schieferdach musste einer Bedachung aus Blech weichen.

Eine Gedächtnistafel aus Stein im Gang der Wallfahrtsstiege erzählt von Entstehung und Wiederherstellung der Stiege:

„Die

Mariahilfberg-Stiege

wurde gleichzeitig mit der Mariahilfkirche

im Jahre 1627

von

Marquard Freiherr von Schwendi

Domdekan und Bistumsverweser in Passau

erbaut.

Bischof Heinrich

ließ diese ursprünglich hölzerne Stiege

ganz von Stein herstellen,

die Seitenmauern erhöhen

und mit einem Schieferdache versehen,

schmückte die Stiege mit einem

Kreuzweg

und weihte den Kreuzweg unter Ertheilung

der kirchlichen Kreuzwegablässe

sowie die Stiege selbst feierlich ein am

5. August 1864.“