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Patrozinium des Paulinerordens

Ihr Patroziniumsfest feierten die Pauliner in der Wallfahrtskirche Mariahilf am Sonntag, 16. Januar um 10.00 Uhr mit einem festlichen Gottesdienst, musikalisch umrahmt von Mitgliedern des Chors um ihren Chorleiter und mit Bläserbegleitung.

Der Christbaum erinnerte noch an die Weihnachtszeit, doch die Farben des Blumenschmuckes und vor allem das Paulinerwappen von Bruder Christoph deuteten auf den besonderen Tag hin, den die Mariahilfer Pauliner begingen: das Patroziniumsfest des Paulinerordens, das inzwischen zu den Höhepunkten im Jahreskreis der Wallfahrtskirche zählt. Pater Beniamin hielt die feierliche Hl. Messe in Konzelebration mit Pater Thomas. Mitgefeiert haben auch Bruder Christoph und der neue Mitbruder Jan. Als Prior und Provinzial im Paulinerorden begrüßte Pater Beniamin die Kirchenbesucher und lenkte ihren Blick auf den Patriarchen des Paulinerordens, den hl. Paulus von Theben. Dazu solle der Gottesdienst auch dazu dienen, Gott für seinen Schutz des Ordens zu danken und ihn um neue Berufungen in den Paulinerorden zu bitten.

In seiner Predigt erläuterte Pater Beniamin, dass – wie jeder Orden – auch der Paulinerorden ein Werk Gottes sei, das immerhin schon seit 807 Jahren bestehe. Er stellte den Paulinerorden als Eremitenorden vor – nach dem Vorbild ihres Patriarchen, des hl. Paulus von Theben, der als Einsiedler in der Wüste gelebt hatte. Wobei die Pauliner die Wüste als ein „tiefes Sinnbild“ für die Beschreibung ihrer Lebensart verstehen würden, nämlich im Gebet „allein mit Gott allein“ zu leben, weil für sie niemand und nichts wichtiger als Gott und ihr persönliches Verhältnis zu Gott sein solle. Als weiteren Wesenszug von Einsiedlern und Paulinern nannte Pater Beniamin die Aufgabe, für Mitmenschen mit Lebensproblemen da zu sein und die Menschen zur Versöhnung mit Gott zu führen, weshalb die Pauliner v.a. als Beichtväter wirken würden.

In seiner Schlussansprache ergänzte Pater Beniamin noch zwei Vermeldungen: Am 24. Juni, im Rahmen der Mariahilf-Woche, werde des 20-jährigen Wirkens des Paulinerordens an der Gnadenstätte Mariahilf und in der Pfarrei Passau-Innstadt gedacht. Eingeladen seien alle Patres und Brüder, die im Kloster Mariahilf gelebt und gewirkt haben, um mit den Mariahilfer Kirchenbesuchern ab 18.00 Uhr Eucharistische Anbetung zu halten und um 19.00 Uhr den Dankgottesdienst mitzufeiern. Der Dankgottesdienst finde – bei hoffentlich schönem Wetter – im Wallfahrtshof statt.

Pater Beniamin stellte auch den neuen Mitbruder, Bruder Jan, vor: einen 32-jährigen jungen Deutschen aus dem Schwarzwald. Bis zum Ende seines Postulats bleibe dieser noch hier in Deutschland und lerne außerdem die polnische Sprache, um dann das Noviziat in Polen besuchen zu können. Pater Beniamin bat alle um das Gebet für Bruder Jan – um genug Durchhaltevermögen auf dem langen Weg zum ewigen Gelöbnis. Dann dankte er allen für die Mitfeier der Hl. Messe und wünschte einen gesegneten Sonntag. Zum Schluss erteilte er den feierlichen Segen.