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Patroziniumsfest des Paulinerordens

Anlässlich des Hochfestes des hl. Paulus von Theben, des Ordenspatrons der Pauliner, feierten die Pauliner von Mariahilf am Sonntag, 15. Januar, um 10.00 Uhr mit den Kirchenbesuchern einen feierlichen Gottesdienst. Hauptzelebrant und Festprediger war Pater Thomas. Als Konzelebrant stand ihm Pater Beniamin zur Seite.

Genau am Namensfest des hl. Paulus des ersten Einsiedlers wurde in der Wallfahrtskirche das Hauptfest des Paulinerordens begangen. Dass an diesem Tag in allen Paulinerklöstern auf der Welt dieses Hochfest gefeiert würde, darüber informierte Pater Thomas zu Beginn des Gottesdienstes. Dazu erklärte er, warum die Pauliner den hl. Paulus als ihr väterliches Vorbild ansehen, welche Aufgaben der Orden in der Welt übernommen hat und wie er diese Aufgaben mit dem Vorbild ihres Patriarchen verbindet.

In seiner Predigt befasste sich Pater Thomas mit dem Lebensraum des Heiligen: der Wüste. Dazu stellte er fest, dass jeder Mensch seine persönliche Wüste erleben könne, denn eine Wüste würden für uns „alle jene Situationen und Umstände sein, in denen der Mensch seine Schwachheit erfährt, wo ihm verschiedene Schwierigkeiten begegnen, die sich aus der Beziehung zu Gott, zu sich selbst und zu den anderen ergeben“. Diese persönliche Wüste lasse uns – durch Konfrontation mit dem eigenen Ich – die Wahrheit über uns selbst erkennen und dränge uns zu einer Entscheidung. In dieser Situation der Prüfung sei der hl. Paulus durch sein Leben in der Wüste ein Vorbild. Genauso stehe der Mensch in seiner Wüste auch vor der Entscheidung für oder gegen Gott. Deshalb könne die persönliche Wüste ein Geburtsort des Glaubens werden. Zum Schluss seiner Predigt empfahl Pater Thomas, die Gottesmutter um Unterstützung anzurufen, denn sie sei ein großes Vorbild für Bewältigung der persönlichen Wüste durch unerschütterliches Vertrauen auf Gott.

Vor dem Segen bat Pater Thomas um das Gebet für neue Berufungen in die Priesterseminare und in die Orden, speziell auch in den Paulinerorden.

Musikalisch begleiteten Orgel und Trompete diesen festlichen Gottesdienst. Wie immer am Paulusfest wurden auch das Pauluslied und das Lied „Schwarze Madonna“ gesungen.