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Darstellung des Herrn

Pater Sebastian und Pfarrer Michael Sterner feierten mit der Mariahilfer Kirchengemeinde das Fest „Darstellung des Herrn“ am 2. Februar um 9.00 Uhr mit einem festlichen Gottesdienst.

Viele Gläubige fanden um an diesem Dienstag den Weg in die Wallfahrtskirche. Nach altem Brauch brachten sie Kerzen mit, um diese segnen zu lassen.

Dass dem Ereignis der Darstellung Jesu im Tempel auch eine weitere, eine tiefere Bedeutung zukomme, erläuterte Pater Sebastian gleich zu Beginn der Messfeier: Das 40 Tage alte Kind sei erstmals seinem Volk begegnet. Der Hl. Geist habe Simeon und Hannah geführt, so dass sie in dem kleinen Kind ihren Herrn und Messias und „das Licht, das die Heiden erleuchtet“ erkennen konnten.

Diese Lichtsymbolik bildet auch die Verbindung zur Kerzensegnung, die Pater Sebastian im Anschluss vornahm.

Mit diesem Festtag gehe auch das „Jahr des gottgeweihten Lebens“ zu Ende gehe, erklärte Pater Sebastian. Doch er beklagte sich nicht über den Mangel an Berufungen, sondern erinnerte an die vielen Frauen und Männer, die im Laufe der Jahrhunderte Gott ihr Leben geweiht hatten. Wie Simeon und Hanna würden viele gottgeweihte Menschen auch heute noch Christus als das Licht der Welt bezeugen.

In seiner Predigt zeigte Pater Sebastian einen weiteren Aspekt des Zusammenhangs zwischen dem Thema des Evangeliums und dem Thema „gottgeweihtes Leben“ auf: Simeon habe erkannt, dass Jesus vor allem zu Gott gehört. Auch wer sein Leben Gott weiht, wisse, wem er im Leben dienen will. Schließlich appellierte Pater Sebastian an alle, zu überlegen: „Für wen leben wir?“

Wie lebendig der alte Brauch, die Kerzen für das ganze Jahr segnen zu lassen, noch ist, war an den großen Taschen zu erkennen war, die so mancher Kirchgänger nach dem Gottesdienst nach Hause trug.