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Feier der Osternacht

 

Zur Osternachtfeier trafen sich am Samstag um 19.00 Uhr viele Gläubige im Wallfahrtshof, um die Auferstehung des Herrn zu feiern. Pater Beniamin leitete die Feierlichkeiten, unterstützt von Pater Thomas und Generalvikar Josef Ederer.

Am Himmel hingen drohend dunkle Wolken und ein unangenehm kalter Wind blies. Dennoch füllten sich im Wallfahrtshof die Bänke für Familien unter den großen Schirmen und auch die einzeln stehenden Stühle vor dem Freialtar. Nach einer Meditation von Herrn Dr. Meier zogen die Priester mit Ministrantinnen und Ministranten zur vorbereiteten Feuerstelle. Pater Beniamin nahm die Segnung des Feuers vor, an dem die Osterkerze entzündet wurde. „Christus, gestern und heute, Anfang und Ende, Alpha und Omega. Sein ist die Zeit und die Ewigkeit. Sein ist die Macht und die Herrlichkeit in alle Ewigkeit. Amen. Durch seine heiligen Wunden, die leuchten in Herrlichkeit, behüte uns und bewahre uns Christus, der Herr. Amen.“ Danach stimmte er das dreimalige „Lumen Christi“ an. Nach und nach verbreitete sich das Licht der Osterkerze auf die Kerzen der Gläubigen. In dieser Atmosphäre sang der Chorleiter das feierliche Osterlob, das „Exsultet“. Dann begann der Wortgottesdienst. Die Psalmen dazwischen gestalteten eine Kantorin und Mitglieder des Kirchenchors.

Besonders packend war es wieder, als – wie jedes Jahr – die Bläserfanfaren das Gloria ankündigten und dann der Lobpreis Gottes gesungen wurde, begleitet von Orgel, Bläsern, allen Glocken und dem unaufhörlichen Klingeln der Ministranten. Die stille Zeit war vorbei.

Die Festpredigt nach dem Evangelium hielt Pater Beniamin. Er erklärte, die Erkenntnis der Auferstehung Christi habe bei den Freunden Jesu wie auch bei vielen anderen wieder Hoffnung aufkeimen lassen, denn sie erkannten, dass Gott auf der Seite von Jesus steht, dass er dem Menschen die Treue über den Tod hinaus hält und dass er genauso das Leben der Menschen nicht mit dem Tod endet lassen wolle. Dafür hätten Christen ihr Leben aufs Spiel gesetzt und auch hingegeben. So solle man sich im Vertrauen auf Gott in diesem Leben nicht unterkriegen lassen.  Pater Beniamin riet, auch das jetzige Leben mit anderen Augen zu betrachten, denn es gehe mit einem neuen beglückenden Dasein weiter. Wir sollten Ostern also als das Fest des Lebens feiern.

Es folgte die Osterwasserweihe, die Erneuerung des Taufversprechens und das Besprengen der Gemeinde mit Weihwasser. Nach den Fürbitten begann die Eucharistiefeier. Vor dem feierlichen Ostersegen wurden die Speisen gesegnet. Pater Beniamin bedankte sich bei allen, die mitgeholfen haben, die Karwoche und die Osternacht vorzubereiten und feierlich zu gestalten.

Einen wesentlichen Anteil an der besonderen Feierlichkeit hatte die musikalische Gestaltung durch die Bläser und Mitglieder des Kirchenchores.

Beim Verlassen der Kirche konnte noch jeder Gläubige ein geweihtes Osterei mitnehmen, ein Ostergeschenk der Pauliner.