Ostermontag
Auch am Ostermontag, dem 6. April um 10.00 Uhr fanden sich wieder viele Gläubige in der Wallfahrtskirche Mariahilf ein. Sie feierten mit Prof. Dr. Stefan Mückl einen festlichen Gottesdienst.
In seiner Predigt sprach Professor Dr. Stefan Mückl über die Lesung aus der Apostelgeschichte, über den ersten Korintherbrief des Apostels Paulus sowie über das Evangelium von der Begegnung des auferstandenen Jesus mit den beiden trauernden Jüngern auf dem Weg nach Emmaus.
In der zweiten Lesung, dem ältesten Zeugnis des Neuen Testaments über Tod und Auferstehung Jesu Christi, verweise Paulus nicht allein auf seine persönliche Erfahrung, sondern auf „die Schrift“, also das Alte Testament. Professor Mückl erinnerte dabei an die Gottesknechtslieder des Propheten Jesaia (Lesungen aus der Karwoche) sowie an den Psalm 16: „Gott gibt seinen Getreuen nicht der Verwesung preis.“. Auch der hl. Petrus beziehe sich in seiner Predigt in der Apostelgeschichte auf Christus und seine Auferstehung. So würden die Schriftzeugnisse im Licht des Christusereignisses neu verstanden und erhielten ihre volle Bedeutung. Das Evangelium des Ostermontags zeige ebenfalls, wie der Auferstandene selbst den Emmausjüngern die Schrift erschlossen habe. Erst durch dieses Verständnis seien ihnen die Augen aufgegangen, und im Brechen des Brotes hätten sie Jesus Christus erkannt.
Die Emmausgeschichte mache damit, so der Professor, die „beiden elementaren Elemente der Heiligen Messe“ sichtbar, die Verkündigung des Wortes Gottes und die Eucharistie: „Zuerst öffnet das Wort Gottes die Augen und das Herz, dann wird Christus im Brechen des Brotes gegenwärtig.“.
Deshalb rief der Professor die Gläubigen dazu auf, die Heilige Schrift nicht als bloßes historisches Dokument zu verstehen, sondern als lebendiges Wort Gottes, das auch heute zu den Menschen spreche und sie zu Christus führen wolle.
Abschließend ermutigte er die Gläubigen, in das österliche Bekenntnis der Jünger einzustimmen: „Der Herr ist wirklich auferstanden“ – ein Lobpreis, der genauso der Lobpreis der Mutter Gottes, der Himmelskönigin, sei.
Musikalisch besonders feierlich gestaltet wurde der Gottesdienst von der stellvertretenden Domkapellmeisterin Brigitte Fruth, die als Kantorin und Organistin wirkte.
