Patroziniumsfest des Paulinerordens

Am Sonntag, dem 18. Januar, fand in der Wallfahrtskirche Mariahilf um 10.00 Uhr das Patroziniumsfest des Paulinerordens statt. Als Hauptzelebrant und Festprediger konnte Prälat Ludwig Limbrunner gewonnen werden.

Zu Beginn des Gottesdienstes begrüßte Pater Zbigniew die Kirchenbesucher herzlich zum Patroziniumsfest des Paulinerordens. Besonders freute er sich, Herrn Prälat Ludwig Limbrunner als Hauptzelebranten und Festprediger willkommen heißen zu dürfen. In seinen einleitenden Worten skizzierte er kurz das Leben des heiligen Paulus von Theben, des ersten Einsiedlers, dessen Vita vom heiligen Hieronymus um das Jahr 376 verfasst worden ist.

In seiner Predigt hob Prälat Ludwig Limbrunner die innige Beziehung Jesu zu Gott hervor. Wenn Jesus Gott „Vater“ nenne, zeige dies, dass Gott den Menschen mit derselben Nähe und Fürsorge begegne wie Eltern ihren Kindern. Von dort spannte der Prälat den Bogen zur geistlichen Bedeutung der Wüste als Ort völliger Stille und Einsamkeit, an dem der Mensch auf sich selbst und auf Gott zurückgeworfen sei. Der Wüstenvater Paulus, dessen Festtag in dieser heiligen Messe gefeiert werde, habe diese Einsamkeit bewusst gesucht, um „allein mit dem einen Gott“ zu leben. Wie Jesus in der Wüste würden Wüstenväter wie der heilige Paulus von Theben den Wunsch nach Bedeutung, Macht und Besitz als Versuchungen des Bösen zurückweisen, um Christus als ihren einzigen Reichtum zu haben. Auch heute, so der Prälat, seien die Menschen eingeladen, Stille, Schweigen und inneres Verstummen zu suchen. Denn gerade diese Stille öffne das Herz für Gottes Stimme. Abschließend übertrug der Prälat das Bild der Wüste auf die Gegenwart mit ihren „inneren Wüsten“: der Glaubensverdunstung, der Gottvergessenheit, der Einsamkeit in Städten und den zerstörten Landschaften in Kriegsgebieten. Diese Wüsten dürften uns nicht gleichgültig lassen, sondern sollten zu Mitgefühl und Engagement bewegen. Doch Christus lade die Menschen ein, zu ihm zu kommen und Ruhe zu finden. Zum Schluss erinnerte der Prälat an die Berufung der Einsiedler, aus der Nähe Gottes zu leben und zugleich für die Menschen da zu sein. Dieses geistliche Erbe der Pauliner solle weitergetragen werden – auch weiterhin vom Mariahilfberg in Passau aus.

Vor dem Segen dankte Pater Zbigniew allen, die dazu beigetragen hatten, dass der Festgottesdienst zu Ehren des heiligen Paulus von Theben würdig gestaltet werden konnte – in erster Linie dem Hauptzelebranten und Festprediger, Herrn Prälat Ludwig Limbrunner, aber auch der stellvertretenden Domkapellmeisterin Frau Brigitte Fruth sowie der Bläsergruppe für die musikalische Umrahmung, ebenso den Ministranten, der Lektorin und allen Kirchenbesuchern für das gemeinsame Gebet und die Teilnahme an diesem feierlichen Gottesdienst. Zum Abschluss lud er alle Gottesdienstbesucher ein, beim Hinausgehen aus der Wallfahrtskirche Datteln – die Nahrung des heiligen Paulus – als Geschenk anzunehmen.