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2.Februar-Darstellung des Herrn

Am Sonntag, dem 2. Februar um 10.00 Uhr, feierte der Generalvikar der Diözese, Prälat Dr. Klaus Metzl, mit der Mariahilfer Kirchengemeinde den hohen Feiertag der Darstellung des Herrn.

40 Tage nach Weihnachten, am Fest der Darstellung des Herrn, werde wieder Jesus Christus als das wahre Licht verehrt und als das Heil nicht nur für Israel, sondern für alle Völker auf der Erde, stellte der Generalvikar in seiner Statio fest. Deshalb sei es Tradition, am Gedenktag des ersten Erscheinens Jesu Christi im Tempel Gottes die Kerzen als Symbol der Liebe Gottes zu segnen. Dieser alten Tradition gemäß segnete er zu Beginn der Hl. Messe die Kerzen für den Kirchengebrauch und auch alle mitgebrachten Kerzen der Kirchenbesucher.

Das Fest „Darstellung des Herrn“ schlage „eine Brücke vom Licht des Sternes über dem Stall von Bethlehem zum Auferstehungslicht am frühen Ostermorgen bis hin zu den Feuerflammen des Hl. Geistes, die am Pfingstfest auf die erschrockenen Jünger herabkamen und sie zu unerschrockenen Kündern der frohen Botschaft machten“, erklärte der Generalvikar in seiner Predigt. Denn Jesus habe durch seine Botschaft und sein Beispiel in den Herzen der gläubigen Menschen das Feuer der Liebe entzündet, das nicht mehr zu löschen sei. Dieses Feuer springe  auf die Herzen aller Menschen über, die sich in seine Nähe wagen. Wie dieses Feuer der Liebe in unserer Kirche in Deutschland wieder neu zum Aufflammen gebracht werden könne, sei die Überlegung der Synodalen in Frankfurt am Main. Eine Antwort gebe uns das Evangelium, das von Maria und Josef berichtet, die Jesus zum Tempel in Jerusalem brachten, um ihn als ihren Erstgeborenen Gott zu weihen. Deshalb sei dieser Tag auch in besonderer Weise der Gedenktag für die Menschen, die Gott ihr Leben geweiht haben. Diese Grundhaltung, allein Gott zu gehören, mache jeden Menschen innerlich frei, weil dieser dann sein Ansehen von Jesus Christus her gewinne, der uns Menschen immer geliebt habe und uns annehme, wie wir sind. Dennoch würden Ängste und Misstrauen viele Menschen davon abhalten, sich in diese Lichtsphäre Gottes hineinzubegeben. Doch so eine Hingabe bedeute nicht, sich selber aufzugeben, sondern im Gegenteil Gott selber und damit das Leben in Fülle zu wählen und sei die Voraussetzung dafür, dass das Leben solche Früchte bringen könne, „die der Vater von uns erwartet und dass wir einst geladen werden zu dem Fest ohne Ende, das Gott all denen bereitet, die von ganzem Herzen lieben“.

Zu diesem festlichen Gottesdienst sangen die Gläubigen passende Kirchenlieder, wobei sie von der Frauenschola unterstützt wurden.