Pfingstmontag
Pater Zbigniew begrüßte zu Beginn des Pfingstmontag-Gottesdienstes die Gläubigen und erinnerte daran, dass die Osterzeit nun abgeschlossen sei. Doch auch wenn die Osterkerze nicht mehr in der Mitte der Gemeinde brenne, müsse Ostern im Leben der Christen wirksam bleiben und ihr Handeln prägen. Gerade jetzt, beim Übergang in den Alltag des Kirchenjahres, brauche die Kirche den Heiligen Geist. Deshalb bat Pater Zbigniew um die Kraft des Heiligen Geistes für das Leben der Gläubigen in Kirche und Welt.
Pater Zbigniew betonte in seiner Predigt, dass jede wichtige Aufgabe Vorbereitung erfordert – auch im Glauben. Z.B. sollten Neugetaufte nicht sofort das Weihesakrament empfangen, damit ihr Glaube wachsen könne. So habe Christus auch den Aposteln die 50 Tage nach Ostern Zeit gegeben, um Auferstehung und Himmelfahrt innerlich zu verarbeiten. Erst dann waren sie bereit, das Werk Christi fortzuführen. Wesentlich sei auch die Einheit der Jünger: „alle zusammen am selben Ort“. Der Heilige Geist wirke dort, wo Menschen im Glauben verbunden sind. Unterschiedliche Meinungen hätten die Apostel im Vertrauen auf Christus überwinden können. Zur Verdeutlichung erinnerte Pater Zbigniew an Krisen der Kirchengeschichte, etwa den Arianismus. Obwohl viele damals irrten, blieb eine kleine Gruppe der Tradition treu. Von ihr aus erneuerte sich die Kirche. So bleibe der Heilige Geist bei der Kirche, selbst wenn das „Schiff Petri“ in schweres Fahrwasser gerate. Und Christus komme nicht dorthin, wo man Ihn bewusst ausschließe, wohl aber zu denen, die Ihn trotz innerer Verschlossenheit suchen. Er beseitige Hindernisse und wolle im Leben jedes Gläubigen gegenwärtig sein, um zu stärken und zu führen. Deshalb, appellierte Pater Zbigniew an die Gläubigen, sollten wir Ihn heute besonders darum bitten, unser Leben zu lenken und uns zur Wahrheit zu führen.
Vor dem Segen bat Pater Zbigniew Gott für alle Gottesdienstbesucher, sie an diesem besonderen Tag reich mit den Gaben und Gnaden des Heiligen Geistes zu segnen.
Für die musikalische Gestaltung des Gottesdienstes sorgte die stellvertretende Domkapellmeisterin und Mariahilfer Kirchenmusikerin Frau Brigitte Fruth.
