Abend der Versöhnung im Rahmen der Maria-Hilf-Woche
Mit Rosenkranzgebet, Eucharistiefeier, eucharistischer Anbetung und Beichtmöglichkeit wurde in der Wallfahrtskirche Mariahilf im Rahmen der Maria-Hilf-Woche am 3. Juli, dem Herz-Jesu-Freitag, ein Abend der Versöhnung gefeiert. Musikalisch gestaltete die Gruppe „FRESH“ unter der Leitung von Robert Guder die Liturgie und die anschließende Anbetung mit neuen geistlichen Liedern.
Zahlreiche Gläubige kamen in der Wallfahrtskirche zusammen, um Gottes Nähe und Barmherzigkeit zu erfahren. Der Abend begann mit dem Rosenkranzgebet. Im Anschluss feierte Pater Slawo vom Kloster Mariahilf die Heilige Messe, die von Domdekan Dr. Hans Bauernfeind konzelebriert wurde.
In seiner Begrüßung wies Pater Slawo auf die besondere Bedeutung des Tages hin, an dem der Herz-Jesu-Freitag und das Fest des Apostels Thomas zusammenfielen. Er hieß die Mitfeiernden herzlich willkommen und lud dazu ein, sich für Gottes barmherzige Liebe zu öffnen. Im Mittelpunkt der Predigt stand der Apostel Thomas, dessen Zweifel und Fragen auch vielen Menschen von heute vertraut sind. Ausgehend von einem Wort des heiligen Gregor des Großen – „Mehr nützt uns der Unglaube des Thomas zum Glauben als der Glaube der glaubenden Jünger“ – zeigte Pater Slawo auf, dass ehrliches Fragen dem Glauben nicht entgegenstehe, sondern ihn vertiefen könne. Die Begegnung des Auferstandenen mit Thomas mache deutlich, dass Jesus sich den Menschen mit ihren Wunden zuwendet und sie zu einem Glauben einlädt, der tiefer sieht als das bloße Auge. Wahrer Glaube, so betonte der Prediger, bewähre sich schließlich in konkreten Werken der Liebe.
Nach der Eucharistiefeier wurde das Allerheiligste zur Anbetung ausgesetzt. Bis 21 Uhr bestand Gelegenheit zur Anbetung sowie zum Empfang des Bußsakraments. Die Beichtgelegenheit wurde von Domdekan Dr. Hans Bauernfeind sowie von Pater Jakob und Pater Zbigniew angeboten.
Der Abend der Versöhnung bot den Gläubigen eine wertvolle Gelegenheit, im Gebet, in der Anbetung und im Sakrament der Versöhnung den Glauben zu vertiefen und gestärkt in den Alltag zurückzukehren.
