Nachprimiz der Neupriester des Paulinerordens

Mit großer Freude und Dankbarkeit hat die Gemeinschaft der Pauliner mit zahlreichen Gläubigen am Montagabend, dem 22. Juni die Nachprimiz ihrer sieben Neupriester in der Wallfahrtskirche Mariahilf gefeiert.

Zahlreiche Gläubige aus Passau und Umgebung nahmen an dem festlichen Gottesdienst am Montagabend teil. Schon vor der Heiligen Messe hatte Pater Jakob zusammen mit vielen Gläubigen den Rosenkranz für die Neupriester gebetet. Nach dem feierlichen Einzug zur heiligen Messe um 19.00 Uhr begrüßte Paulinerpater David Kolodziejezyk aus Altötting die Gemeinde. Er dankte Gott für die sieben neuen Priester für den Paulinerorden:

Pater Martin, Pater Matthäus und Pater Simon aus Polen,

Pater Julius aus Kamerun,

Pater Wladimir aus Weißrussland,

Pater Waldemar aus den USA und

Pater Lukas aus der Slowakei.

Auch im Namen der Generalleitung des Paulinerordens sprach Pater David allen seinen Dank aus, die mit Gebeten, Unterstützung und Spenden zur Förderung von Berufungen beigetragen hatten.

In seiner Predigt hob Pater David die Bedeutung des Gebets um geistliche Berufungen hervor. Die sieben Neupriester seien ein „sichtbarer Beweis dafür, dass Gott unsere Bitten erhört“. Er rief dazu auf, trotz der aktuellen Herausforderungen für Kirche und Glauben in Deutschland, nicht den Mut zu verlieren. Gott habe seine eigenen Wege, die oft überraschend seien, aber er lasse seine Kirche nicht im Stich. Auch die sieben Neupriester hätten bei ihrer Weihe nicht lange über die Zukunft der Kirche spekuliert, sondern zu Jesu Ruf mit Freude Ja gesagt.

Nun seien sie bereit, als Spender der Sakramente und als „Ärzte für Leib und Seele“ zu wirken. Besonders die Feier der Eucharistie und das Bußsakrament stünden im Mittelpunkt ihres Dienstes. Sie hätten sich „von der Liebe Mariens inspirieren und anstecken lassen – als ihre treuen Söhne, aber auch als Werkzeuge und Diener“. Der Glaubensweg mit Maria könne auch für uns alle ein Mittel und eine Lösung für die Probleme des Alltags sein. Zuversichtlich stellte Pater David fest, die Gottesmutter werde auch in den kommenden Jahren mit ihrer Fürsprache dafür sorgen, dass wir uns weiterhin zur Nachprimiz der Paulinerpatres treffen können.

Nach der Kommunion dankte Pater Matthäus im Namen der Neupriester allen, die sie auf ihrem Weg begleitet hatten. Besonders hob er jene hervor, die regelmäßig für Berufungen beten. Die Eucharistiefeier wie der anschließende Primizsegen seien deshalb auch als ein Dankgeschenk an die Gläubigen zu verstehen.

Vor der Erteilung des Segens wurde gemeinsam das „Te Deum“ gesungen. Anschließend erklang eine Bläser-Orgel-Bearbeitung des „Gloria“ aus Antonín Dvořáks Messe in D-Dur. Mit einer lateinischen Marien-Antiphon vor dem Gnadenbild vertrauten sich die Neupriester erneut dem Schutz der Gottesmutter an, und nach dem allgemeinen Segen konnte sich jeder Kirchenbesucher den Einzelprimizsegen spenden lassen.

Musikalisch gestaltet wurde der Festgottesdient von der Bläsergruppe Mariahilf ob Passau unter der Leitung von Herrn Michael Beck sowie von der stv. Domkapellmeisterin Frau Brigitte Fruth als Kantorin und an der Orgel.