Christophorussonntag

Am Sonntag, dem 26. Juli, feierten die Gläubigen in der Wallfahrtskirche Mariahilf den 17. Sonntag im Jahreskreis, der zugleich als Christophorussonntag begangen wurde. Der Gottesdienst begann um 10.00 Uhr und wurde von Pater Zbigniew zelebriert. Die musikalische Gestaltung übernahm Frau Franziska Beck an der Orgel. Im Anschluss an die Heilige Messe fand die traditionelle Fahrzeugsegnung statt.

Zu Beginn der Feier begrüßte Pater Zbigniew die Gottesdienstbesucher und stellte die Botschaft des Evangeliums in den Mittelpunkt: Jesus vergleiche das Reich Gottes mit einem kostbaren Schatz und einer wertvollen Perle. Die Gläubigen seien eingeladen, Gott in der Eucharistie zu begegnen und seine Gegenwart als den größten Schatz ihres Lebens zu erkennen. Zugleich erinnerte er daran, dass die Kirche am 26. Juli der heiligen Anna und des heiligen Joachim, der Eltern Mariens und Großeltern Jesu, gedenkt. Deshalb wurde besonders für alle Großeltern sowie für ältere Menschen um Gottes Nähe und Beistand gebetet. Mit Blick auf den Gedenktag des heiligen Christophorus kündigte Pater Zbigniew die anschließende Fahrzeugsegnung an.

In seiner Predigt griff Pater Zbigniew die Worte Jesu auf: „Sucht zuerst Gottes Reich und seine Gerechtigkeit; dann wird euch alles andere dazugegeben.“ Diese Worte brächten die Botschaft des Tages besonders treffend zum Ausdruck. Jesus kenne die Sorgen, Ängste und Herausforderungen der Menschen, weil er selbst Mensch geworden ist und unter den Menschen gelebt hat. Deshalb zeige er den Weg zu einem erfüllten Leben: Wer zuerst Gottes Willen suche und nach seinen Geboten lebe, dem werde alles andere geschenkt.

Als Beispiel führte Pater Zbigniew König Salomo aus der ersten Lesung an, der Gott nicht um Reichtum oder Macht, sondern um Weisheit bat. Nach biblischem Verständnis bedeute Weisheit die Fähigkeit, Gut und Böse zu unterscheiden und nach Gottes Willen zu handeln. Weil Salomo Gott an die erste Stelle gesetzt habe, schenkte Gott ihm nicht nur Weisheit, sondern auch Frieden und großen Reichtum. Seine Regierungszeit sei die einzige Epoche in der Geschichte Israels gewesen, in der das Volk in dauerhaftem Frieden lebte. Obwohl auch Salomo nicht frei von Fehlern und Sünde gewesen sei, habe er stets danach gestrebt, auf Gott zu hören und seinen Willen zu erfüllen.

Anschließend erläuterte Pater Zbigniew die Gleichnisse vom verborgenen Schatz und der kostbaren Perle. Sie machten deutlich, dass das Reich Gottes einen unermesslichen Wert besitze und es sich lohne, dafür alles einzusetzen. Das vollkommene Vorbild dafür sei Jesus Christus selbst, der die Herrlichkeit des Himmels verlassen und schließlich am Kreuz sein Leben für die Menschen hingegeben habe. Abschließend appellierte Pater Zbigniew an die Gläubigen: „Wenn Gott mir alles gegeben hat, darf ich auch ihm mein Leben widmen.“

Zum Abschluss des Gottesdienstes sprach Pater Zbigniew den feierlichen Fahrzeugsegen und erbat für alle Verkehrsteilnehmer Gottes Schutz und Begleitung auf ihren Wegen. Anschließend zog er – wie angekündigt – gemeinsam mit den Ministranten zunächst in den Wallfahrtshof und danach zum oberen Parkplatz, um jedes Fahrzeug einzeln zu segnen.