Nachprimiz von Neupriester Mathias Eder in der Wallfahrtskirche Mariahilf
Am Samstag, den 18. Juli, wurde in der Wallfahrtskirche Mariahilf im Rahmen der Vorabendmesse um 16.30 Uhr die Nachprimiz des Neupriesters Mathias Eder gefeiert. Der Primiziant zelebrierte den Gottesdienst und ihm zur Seite standen der Generalvikar Josef Ederer sowie der Wallfahrtsrektor und Prior des Paulinerklosters Pater Jakob.
Zahlreiche Gläubige waren zur Vorabendmesse am Samstag gekommen, um gemeinsam mit dem Neupriester der Diözese Passau die heilige Eucharistie zu feiern und den Primizsegen zu empfangen. Zu Beginn des Gottesdienstes begrüßte Pater Jakob alle Gottesdienstbesucher und den Konzelebranten, den Generalvikar des Bistums Passau, Herrn Josef Ederer. Besonders freute er sich, den Neupriester Mathias Eder in Mariahilf begrüßen zu dürfen. Dazu betonte er die besondere Bedeutung dieser Feier, da neben der Vorabendmesse zugleich die Nachprimiz des Neupriesters der Diözese Passau begangen wurde. Pater Jakob dankte dem Neupriester für seine Verbundenheit mit dem Wallfahrtsort Mariahilf und hob den Wert des priesterlichen Dienstes für die Kirche und die Pfarrgemeinden hervor. Den Neupriester empfahl der der Gottesmutter Maria, der immerwährenden Hilfe, dass sie ihn „mit ihrer mütterlichen Liebe begleite, stärke und auf all seinen priesterlichen Wegen behüte“. In seiner Begrüßung zeigte sich der Neupriester Mathias Eder sichtlich erfreut, nur wenige Tage nach seiner Priesterweihe bereits am Gnadenort Mariahilf die heilige Messe feiern zu dürfen. Er erzählte, dass es sein ausdrücklicher persönlicher Wunsch gewesen sei, gerade hier eine Nachprimiz zu feiern, und dankte dem Paulinerkloster für die unkomplizierte Einladung und Gastfreundschaft.
Im Mittelpunkt der Predigt stand das Thema der christlichen Hoffnung. Ausgehend von seinem Primizspruch aus dem Römerbrief – „Seid fröhlich in der Hoffnung, geduldig in der Bedrängnis, beharrlich im Gebet!“ (Röm 12,12) – erläuterte der Neupriester die Bedeutung dieser drei Haltungen für das christliche Leben. Er machte deutlich, dass christliche Hoffnung weit mehr sei als bloßer Optimismus. Sie gründe auf der festen Zuversicht, dass Gott den Menschen auf allen Wegen begleite und ihn auch in schwierigen Zeiten nicht allein lasse.
Dabei sprach Mathias Eder auch offen über seinen eigenen Berufungsweg und verschwieg die Krisen und Zweifel nicht, die ihn während seiner Zeit im Priesterseminar begleitet hatten. Gerade angesichts kirchlicher Krisen und persönlicher Herausforderungen habe sich für ihn immer wieder gezeigt, wie entscheidend das beharrliche Gebet und die lebendige Beziehung zu Christus seien. Krisen, so betonte er, seien letztlich immer Momente der Entscheidung und könnten zu einer Vertiefung des Glaubens führen.
Mit Blick auf das Tagesevangelium lud er die Gläubigen ein, ihr Leben immer wieder an Christus auszurichten und sich bewusst für den Weg des Glaubens zu entscheiden. Der Dreiklang seines Primizspruches gelte jedem Christen – unabhängig von Alter oder Lebenssituation – als Orientierung für den Alltag. Zugleich erinnerte er daran, dass jede Feier der Eucharistie bereits einen Vorgeschmack auf die ewige Gemeinschaft mit Gott schenke und die Hoffnung auf das himmlische Ziel des Lebens wachhalte. Zum Schluss seiner Predigt wünschte der Neupriester allen: „Bleiben Sie im Herzen jung, und hören Sie niemals auf, fröhlich in der Hoffnung, geduldig in der Bedrängnis und beharrlich im Gebet zu sein.“.
Nach dem Kommuniondankgebet sprach Pater Jakob allen Mitwirkenden seinen herzlichen Dank aus. Besonders würdigte er den Neupriester Mathias Eder für die feierliche Gestaltung des Gottesdienstes und seine tiefgehenden geistlichen Impulse. Sein Dank galt ebenso Generalvikar Josef Ederer für die Konzelebration, der stellvertretenden Domkapellmeisterin Frau Brigitte Fruth und der Bläsergruppe Mariahilf ob Passau mit ihrem Leiter Herrn Michael Beck für die festliche musikalische Umrahmung sowie der Lektorin und allen Helferinnen und Helfern, die zum Gelingen der Feier beigetragen hatten.
Nach dem allgemeinen Primizsegen konnte sich jeder Gottesdienstbesucher einen Einzelprimizsegen spenden lassen.
