15. August – Hochfest der Aufnahme Mariens in den Himmel

Am Samstag, den 15. August, wurde in der Wallfahrtskirche Mariahilf das Hochfest der Aufnahme Mariens in den Himmel gefeiert. Den festlichen Gottesdienst um 10.00 Uhr zelebrierte Pater Jakob.

Zu Beginn begrüßte Pater Jakob die Gläubigen, Freunde der Wallfahrtskirche und die zahlreichen Gäste. Im Mittelpunkt seiner Einführung stand die Botschaft des Festes: Maria wurde von Gott mit Leib und Seele in den Himmel aufgenommen. Pater Jakob betonte, dass dieses außergewöhnliche Glaubenszeugnis zugleich auf die Hoffnung aller Christen verweise, dass Gott auch den Menschen über den Tod hinaus neues Leben schenkt. Die Segnung der Blumen und Kräuter griff diese Hoffnung sichtbar auf. Die Kräuterbuschen wurden dabei als Zeichen der Dankbarkeit, des Segens und der ganzheitlichen Heilung verstanden.

In seiner Predigt stellte Pater Jakob die Bedeutung des Marienfestes für den christlichen Glauben heraus. Die Aufnahme Mariens in den Himmel mache deutlich, dass Gott diejenigen, die ihm vertrauen und ihr Leben auf ihn ausrichten, nicht verloren gehen lässt. Maria wurde dabei als besondere Glaubenszeugin dargestellt: Sie vertraute auf Gottes Verheißung, stand an der Seite ihres Sohnes Jesus und blieb ihm bis zu seinem Tod am Kreuz verbunden. Ausgehend von Maria richtete sich die Predigt auch unmittelbar an die Gläubigen. Eine zentrale Aussage war, dass der Wert eines Menschen nicht von seiner Leistung, seinem Erfolg oder seiner Nützlichkeit abhänge, denn Gottes Liebe und Gnade seien Geschenke, die dem Menschen bedingungslos zugesprochen werden. Maria stehe beispielhaft für eine Haltung des Glaubens, des Vertrauens und der Dankbarkeit. Darüber hinaus bezeichnete Pater Jakob Maria als Zeichen der Hoffnung für alle Menschen. Ihre Aufnahme in den Himmel erinnere daran, dass Gott jedem Menschen eine Zukunft in seiner Herrlichkeit verheißen habe – unabhängig davon, ob ein Lebensweg erfolgreich erscheint, von Enttäuschungen geprägt ist oder von Leistungsdruck und persönlichen Sorgen belastet wird. Die Botschaft des Festes laute daher: Niemand ist bei Gott vergessen oder verloren.

Nach dem Kommuniondankgebet wurde auf den Verkauf der Kräuterbüschel im Wallfahrtshof zugunsten der Wallfahrtskirche Mariahilf hingewiesen. Ein besonderer Dank galt dem Ehepaar Christl und Alfred Feldschmid, das über mehrere Tage Kräuter und Blumen gesammelt und deren Sortierung und Zusammenstellung hervorragend organisiert hatte. Unterstützt wurden sie beim Binden der Kräuterbüschel vom Ehepaar Krammer und von Frau Fichtner. Die kunstvoll gebundenen Kräuterbuschen waren eine sichtbare Bereicherung des Festtages und zugleich eine Möglichkeit, die Wallfahrtskirche zu unterstützen. Für die festliche musikalische Gestaltung sorgten Andrea Fitz (Sopran), Konstantin Kümmelschuh (Posaune) und die stellvertretende Domkapellmeisterin Brigitte Fruth an der Orgel. Mit Kammermusik für Sopran, Posaune und Orgel, darunter „Assumpta est Maria“ von G. B. Casali sowie das „Ave Maria“ in der Bearbeitung von J. S. Bach/Ch. Gounod, verliehen sie dem Gottesdienst eine besonders feierliche und würdige Atmosphäre. Ein weiterer Dank galt den Ministranten, den Kommunionhelfern und dem Lektor für ihren Dienst. Ebenso wurde allen Gottesdienstbesuchern für ihr Kommen und Mitbeten herzlich gedankt.

Das Hochfest Mariä Aufnahme in den Himmel in der Wallfahrtskirche Mariahilf war somit geprägt von Glauben, Dankbarkeit, Gemeinschaft und Hoffnung. Die Feier machte deutlich, dass Maria nicht nur als Gottesmutter verehrt wird, sondern auch als Zeichen der Hoffnung für jeden Menschen. Ihre Aufnahme in den Himmel verweist auf die christliche Zuversicht, dass Gottes Liebe über den Tod hinaus Bestand hat und jedem Menschen eine unendliche Zukunft bei Gott zugesagt ist.