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Fatimatag

Am Abend des 13. August trafen sich viele Gläubige auf Mariahilf, um mit Rosenkranzbeten, einer Festmesse und mit anschließender Andacht den vierten Fatimatag des Jahres zu begehen. Paulinerpater David Kolodziejczyk zelebrierte die Hl. Messe und hielt auch die Festpredigt.

Nach dem Rosenkranzgebet mit Pater Beniamin als Vorbeter versammelten sich viele Gläubige um 19.00 Uhr bei schönem Wetter zum Fatima-Gottesdienst im Wallfahrtshof. In seiner Statio formulierte Pater David den Sinn des Fatimatages als Erinnerung an die frohe Botschaft, die Maria vor genau 104 Jahren in Fatima der ganzen Menschheit überbracht hatte. Und er versicherte, die Gottesmutter wolle auch uns durch ihre mütterlichen Worte stärken.

Im Voraus schon bedankte sich Pater David  für die „musikalische Verwöhnung“ durch die Mariahilfer Bläser und den Mariahilfer Chor.

Zu Beginn seiner Festpredigt problematisierte Pater David den 13. August des Jahres 1917: Damals konnten die drei Seherkinder Jacinta, Lucia und Francisco die Gottesmutter nicht treffen, weil sie im Gefängnis gesessen hatten. Deshalb stellte Pater David die Frage, ob die drei Kinder damals von der Gottesmutter im Stich gelassen wurden. Doch – versicherte Pater David – den Kindern sei bewusst gewesen, wie Lucia später auch bestätigte, dass sie sich nicht alleingelassen fühlen mussten. Genauso sollten auch wir heute von Gottes und Marias Beistand überzeugt sein. Maria war damals den Seherkindern bereits am 19. August nachträglich erschienen, um ihnen Mut zu machen und Trost zu spenden, und das wolle Gott durch die Mutter Jesu auch für uns tun. Denn Jesus fühle mit uns Menschen mit, weil er selbst Schicksalsschläge und Todesängste kenne. So habe er am Kreuz uns seine Mutter als Beistand geschenkt. Dank dieser Mutter-Kind-Beziehung könnten auch wir – wie die Seherkinder – durchhalten und nicht aufgeben. Pater David verwies dabei auf die vielen Gebetserhörungen am Gnadenort Mariahilf und empfahl: „Geh zur Mutter! Sie wird dich trösten; sie wird dir beistehen; sie wird dich nicht alleine lassen.“. Das sei die Botschaft des 13. August. Deshalb wünschte Pater David allen, mit kindlichem Herzen immer wieder zur Gottesmutter zu kommen,  aber vielleicht auch die Botschaft von Fatima weiterzugeben – an Menschen, „die mit ihrem Leben ringen, die keinen Ausweg mehr finden, die vielleicht schon längst aufgegeben haben …“. Jeder solle sich „von der Botschaft Jesu und von der Fatimabotschaft angesprochen fühlen“.

Dem Festgottesdienst folgte die Andacht, und abschließend wurde allen der Eucharistische Segen erteilt.