Hochfest der Gottesmutter Maria, der Schutzfrau Bayerns
In der Wallfahrtskirche Mariahilf feierten viele Gläubige am 1. Mai in der Hl. Messe um 10.00 Uhr und in einer Maiandacht um 19.00 Uhr das Hochfest der Gottesmutter Maria, der Patronin Bayerns.
Die 10.00 Uhr-Messe zelebrierte Pater Zbigniew. In seiner Begrüßung erinnerte er daran, dass der Monat Mai traditionell der Verehrung der Gottesmutter gewidmet ist. Maria würde unter vielen Titeln angerufen. Besonders in Bayern habe die Gottesmutter seit Jahrhunderten einen festen Platz in der Volksfrömmigkeit. So meinte Pater Zbigniew, das Fest biete eine gute Gelegenheit, Maria für ihre Fürsprache zu danken und um ihren weiteren Schutz zu bitten.
Seiner Predigt stellte Pater Zbigniew den theologischen Satz „De Maria numquam satis“ voran: Über Maria könne nie genug gesagt werden. Dazu erinnerte er an die Vielzahl marianischer Titel mit tiefer Bedeutung. In seiner Heimat – verriet Pater Zbigniew – werde die Gottesmutter als „Königin Polens“ verehrt. Für Bayern sei sie die Schutzfrau des Landes. Besonders hob Pater Zbigniew eine Eigenschaft Mariens hervor, die in der Liturgie des Tages nicht ausdrücklich genannt wird: Maria als Magd des Herrn. Sowohl bei der Verkündigung als auch im Magnificat habe sie sich selbst so genannt, und auch bei der Hochzeit zu Kana diese Haltung gezeigt: Maria forderte die Diener auf, alles zu tun, was Jesus ihnen sagt. Diese Aufforderung – erklärte Pater Zbigniew – sei glaubwürdig, weil die Gottesmutter selbst als Erste den Willen Gottes erfüllt habe. Da die Diener der Aufforderung von Jesus und der Gottesmutter vertrauten und die schweren Tonkrüge erneut mit Wasser füllten – eine Aufgabe, die menschlich gesehen keinen Sinn ergab – wären sie Zeugen eines Wunders geworden. Dieses Vertrauen und dieser Gehorsam seien auch für das Leben der Gläubigen wegweisend. Besonders stellte Pater Zbigniew den Zusammenhang zwischen Demut und Erhöhung heraus: Maria wurde Königin, weil sie zuerst Magd war. Auch Christus selbst „entäußerte sich“ und wurde den Menschen gleich, weshalb Gott ihn erhöhte. Der Dienst an Gott und dem Nächsten sei das Wichtigste, resümierte Pater Zbigniew. Und die Offenbarung verheiße, dass die Knechte Gottes einst mit ihm herrschen würden.
Für den passenden musikalischen Rahmen sorgte die stv. Domkapellmeisterin Frau Brigitte Fruth mit vielen beliebten Marienlieder.
Um 19.00 Uhr kamen die Gläubigen zur ersten Maiandacht des Jahres in die Wallfahrtskirche. Die Maiandacht wurde mit marianischer Kammermusik und Gesang begleitet. Orgelspiel und Leitung lagen wieder in Händen der stv. Domkapellmeisterin Frau Brigitte Fruth.
