Aschermittwoch

In der Wallfahrtskirche Mariahilf feierte Professor Dr. Stefan Mückl am Aschermittwoch, dem 18. Februar, gemeinsam mit Pater Zbigniew vom Kloster Mariahilf um 19.00 Uhr einen feierlichen Gottesdienst.

Gut besucht war die Abendmesse am Aschermittwoch, die Professor Dr. Stefan Mückl zusammen mit Pater Zbigniew zelebrierte. In seiner Predigt betonte der Professor, dass der Aschermittwoch nicht nur den Beginn einer Fastenzeit markiere, sondern den Auftakt einer vierzigtägigen Gnadenzeit. Deshalb sollten die drei klassischen Werke der Fastenzeit – Fasten, Gebet und Almosen – nicht zu bloßen äußeren Übungen verkommen, sondern Wege zur inneren Freiheit werden. Das Fasten zügle Trieb und Gier, das Gebet richte den Blick weg von der Eigenliebe hin zu Gott, und das Almosengeben öffne das Herz für den Nächsten. Als tiefen Sinn der Fastenzeit nannte der Professor drei geistliche Elemente: die Umkehr als bewusste Hinwendung zu Gott, die Betrachtung des Leidens Christi als Quelle unserer Erlösung und schließlich die Erneuerung des Taufversprechens in der Osternacht mit der dreifachen Absage an den Teufel. Vor diesem Hintergrund, so der Professor, könnten die drei Werke der Fastenzeit in einem erweiterten Sinn verstanden werden. Almosen bedeute dann auch: Zeit, Aufmerksamkeit und ein gutes Wort zu verschenken. Das Gebet solle vertieft und zugleich unsere Sicht vor Gott geprüft werden. Und das Fasten dürfe nicht zur Routine verkommen, sondern uns innerlich frei machen, damit „der neue Mensch in uns mit Christus auferstehen kann“. Der Professor schloss seine Predigt mit dem Rat, Maria um ihren Beistand zu bitten, damit diese heiligen vierzig Tage in Sammlung, Frömmigkeit und Freude gelingen – sodass „wir am Ostersonntag einstimmen können in das Loblied des Auferstandenen“.

Nach der Predigt segnete der Generalvikar die Asche, und jeder Kirchenbesucher konnte sich anschließend von ihm oder von Pater Zbigniew mit dem symbolischen Aschenkreuz bezeichnen lassen.

Die musikalische Gestaltung des Gottesdienstes lag in den Händen der stellvertretenden Domkapellmeisterin und Mariahilfer Kirchenmusikerin Brigitte Fruth

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