Fatimatag

Der erste Fatimatag des Jahres – am Mittwoch, 13. Mai ab 18.25 Uhr –  wurde in der Wallfahrtskirche Mariahilf mit Rosenkranzgebet, Eucharistiefeier und Andacht einschließlich Lichterprozession begangen. Hauptzelebrant und Prediger war Domkapitular Dr. Anton Spreitzer, Stadtpfarrer des Pfarrverbands Passau-St. Anton. Unterstützt wurde er von den Paulinerpatres P. Jakob, P. Slawo und P. Zbigniew.

Am Mittwoch, dem 13. Mai eröffnete „Hausherr“ P. Jakob nach dem Rosenkranzgebet den ersten Fatima-Gottesdienst des Jahres. Er erinnerte daran, dass der Monat Mai in besonderer Weise der Gottesmutter Maria geweiht sei. Nach  Mariahilf kämen in diesen Tagen viele Gruppen und Gemeinschaften, um ihre Maiandachten zu feiern. Auch den „Gedenktag unserer Lieben Frau von Fatima“ sprach P. Jakob an, der an den 13. Mai 1917 erinnere,  als die Gottesmutter den drei Hirtenkindern die immer noch aktuelle Botschaft von Fatima, den Aufruf  zum Gebet, zur Umkehr und zur treuen Nachfolge Christi mitteilte. Dann stellte P. Jakob den Gläubigen den Hauptzelebranten und Festprediger, Herrn Domkapitular Dr. Anton Spreitzer, vor. Dieser bedankte sich für die freundliche Begrüßung und die Einladung nach Mariahilf. Es freue ihn, dass sich so viele Gläubige vor dem Gnadenbild versammelt haben, das seit so vielen Jahren Menschen anziehe, den Menschen Raum zum Ausruhen schenke und ihnen helfe, ihre Lasten ein Stück weit abzulegen. Der Domkapitular betonte auch seine persönliche Verbundenheit mit dem Gnadenbild. Zur Mutter gehe man immer gern, stellte er fest, besonders dann, wenn man Trost, Nähe und Geborgenheit suche.

In seiner Predigt sprach Domkapitular Dr. Anton Spreitzer über die Bedeutung der Marienverehrung und besonders über den Sinn der Weihe an die Gottesmutter, wie sie die jungen Diakone in Altötting vollziehen. Er erklärte, dass Maria keine Konkurrentin Gottes sei, sondern ein Vorbild dafür, wie ein Mensch auf Gottes Wirken antworten kann. Sie sei „in vorbildlicher Weise ein Mensch, der auf Gott hört und an dem wir ablesen und sehen können, wie wirkmächtig Gott ist, wenn er sich auf einen Menschen zubewegt und wie wirkmächtig ein Mensch sein kann, wenn er sich diesem Gott öffnet“. Wer sich der Gottesmutter weihe, verspreche, die Tugenden Mariens im eigenen Leben zu verwirklichen – ein Weg, der tiefer gehe als das bloße Befolgen äußerer Vorschriften. Der Domkapitular betonte auch, dass die Apostel die Frohe Botschaft nicht nur verkündet, sondern verinnerlicht und gelebt hätten. Ihre Glaubwürdigkeit sei aus dieser inneren Durchdringung entstanden – bis hin zum Martyrium. So gehe es auch heute darum, dass Christinnen und Christen die Botschaft Christi in ihrem Leben sichtbar werden lassen. Anhand des Evangeliums über die Hochzeit zu Kana hob der Domkapitular zwei Tugenden Marias hervor: ihre Fürsorge und ihre Fähigkeit, die Menschen auf Christus hinzuweisen. Letzteres verlange nicht bloßen Gehorsam, sondern Maria erwartete, dass Jesu Wort eindringe, Zustimmung finde und das Leben präge. Die Beziehung zu Maria beschrieb er als eine mütterliche Nähe, die vielen Gläubigen helfe, tiefer in die Nachfolge Jesu hineinzuwachsen. Als geistliches Hilfsmittel empfahl er das Gebet zur immerwährenden Hilfe (GL Nr.707), das in schlichter Sprache die innere Haltung eines Menschen ausdrücke, der im Gespräch mit Gott und Maria stehe. Am Ende der Predigt wurde dieses Gebet gemeinsam gesprochen.

Nach dem Kommuniondankgebet sprach P. Jakob dem Domkapitular Dr. Anton Spreitzer ein herzliches Dankeswort aus. Er dankte ihm für seine heitere und zugleich tiefgreifende  Predigt und seine Bereitschaft, trotz vieler Verpflichtungen den Fatimatag in Mariahilf mitzufeiern. Ein weiterer Dank galt allen Beteiligten und besonders der Organistin Frau Brigitte Fruth und den Mariahilfer Bläsern unter der Leitung von Herrn Michael Beck für die festliche und würdevolle musikalische Gestaltung. Allen Gläubigen dankte P. Jakob für ihr Gebet und ihre Teilnahme.

Im Anschluss wurde am Freialtar das „Regina Coeli“ gebetet, gefolgt von der Lichterprozession und der Andacht am Freialtar. Zum Schluss der Feierlichkeiten spendete der Domkapitular mit dem Allerheiligsten den eucharistischen Segen.