Fatimatag

Am Dienstagabend, dem 13. Oktober, wurde in der Wallfahrtskirche Mariahilf der Fatimatag mit Prodekan Pfarrer Markus Kirchmeyer und Wallfahrtsrektor Pater Jakob in feierlicher Atmosphäre begangen. Marienverehrerinnen und Marienverehrer aus Passau und Umgebung kamen zusammen, um gemeinsam den Rosenkranz zu beten, die heilige Eucharistie zu feiern und an der anschließenden Andacht mit Lichterprozession teilzunehmen. Dabei vertrauten sie ihre persönlichen Anliegen der Gottesmutter Maria an.

Den Auftakt bildeten um 18.25 Uhr die Aussetzung des Allerheiligsten und das Rosenkranzgebet mit Wallfahrtsrektor Pater Jakob. Um 19.00 Uhr begann der feierliche Fatimagottesdienst. Hauptzelebrant und Festprediger war Prodekan Pfarrer Markus Kirchmeyer aus dem Pfarrverband Passau-Hacklberg; Wallfahrtsrektor Pater Jakob konzelebrierte.

In seiner Begrüßung erinnerte Pater Jakob an das Sonnenwunder von Fatima am 13. Oktober 1917. Bei ihrer letzten Erscheinung hatte sich Maria als „Unsere Liebe Frau vom Rosenkranz“ zu erkennen gegeben und zum täglichen Rosenkranzgebet sowie zur Umkehr aufgerufen. Pater Jakob ermutigte die Gläubigen, gerade in der heutigen unruhigen Zeit im Rosenkranzgebet Kraft und Orientierung auf ihrem Weg zu Gott zu finden.

Besonders herzlich begrüßte er den Hauptzelebranten und Festprediger, Prodekan Pfarrer Markus Kirchmeyer, und dankte ihm dafür, dass er der Einladung gefolgt war, den Fatimatag auf dem Mariahilfberg mitzufeiern. Ebenso hieß er die treuen Wallfahrerinnen und Wallfahrer willkommen, von denen viele schon von Mai bis Oktober jeweils am 13. des Monats zur gemeinsamen Feier des Fatimatages auf den Mariahilfberg gekommen seien.

In seiner Festpredigt stellte Pfarrer Markus Kirchmeyer die Begegnung Jesu mit seiner Mutter Maria bei der Hochzeit zu Kana in den Mittelpunkt. Er knüpfte an die Erfahrungen der Menschen an, die mit Sorgen, offenen Fragen und persönlichen Nöten oder aus Dankbarkeit auf den Mariahilfberg pilgern. Entscheidend sei, mit dem eigenen Leben zu Gott zu kommen und darauf zu vertrauen, dass er die Menschen höre.

Im Evangelium zeige sich Maria als aufmerksame Frau, die die Not des Brautpaares erkennt und sich an Jesus wendet. Darin liege eine wichtige Botschaft für das Gebet: Auch wir dürften unsere Anliegen ehrlich vor Christus bringen und aussprechen, was uns fehle. Zugleich gehöre es zum Glauben, offene Fragen auszuhalten und darauf zu vertrauen, dass Gott uns auch dann nicht verlasse, wenn eine Antwort zunächst ausbleibe.

Maria verweise die Menschen auf Jesus und ermutige sie, seinem Wort zu folgen. Die Verehrung der Gottesmutter solle helfen, auf Christus zu hören und das eigene Leben nach dem Evangelium auszurichten. Anhand der Diener bei der Hochzeit zu Kana verdeutlichte Pfarrer Kirchmeyer, dass auch unscheinbare Aufgaben wichtig seien. Jeder könne im Alltag einen Beitrag zum Frieden leisten, indem er beispielsweise auf verletzende Worte verzichte, um Verzeihung bitte, Versöhnung wage oder einem einsamen Menschen Zeit schenke.

Der Ruf von Fatima zur Umkehr eröffne die Möglichkeit eines Neuanfangs. Niemand sei auf sein bisheriges Verhalten festgelegt, und Gottes Barmherzigkeit schenke die Kraft, neue Wege zu gehen. Ebenso betonte der Prodekan die Bedeutung der Gemeinschaft im Glauben. Wie die Jünger gemeinsam mit Maria im Gebet auf den Heiligen Geist warteten, könnten auch wir einander stärken und füreinander beten. Eine besondere Hilfe sei dabei der Rosenkranz, der Trost und Ruhe schenke, den Blick auf Jesus richte und dazu ermutige, geduldiger, versöhnlicher und aufmerksamer zu werden.

Abschließend verwies Pfarrer Kirchmeyer auf die Hoffnung, die das Wunder von Kana vermittle: Christus könne Neues wachsen lassen, selbst wenn die eigenen Möglichkeiten erschöpft schienen. Mit der Bitte um Marias Begleitung lud er die Gläubigen ein, „mit neuem Vertrauen nach Hause zurückzukehren und den nächsten Schritt der Liebe zu wagen“.

Nach dem Schlussgebet dankte Wallfahrtsrektor Pater Jakob allen, die zum Gelingen des Fatimatages beigetragen hatten. Sein besonderer Dank galt Hauptzelebrant und Festprediger Pfarrer Markus Kirchmeyer für seine Predigt und die Feier der Eucharistie. Ebenso dankte er der Organistin Sophie Schachner, der Bläsergruppe Mariahilf ob Passau unter der Leitung von Michael Beck, den Ministranten und Lektoren sowie allen weiteren Helferinnen und Helfern. Auch den Gläubigen sprach er seinen Dank für ihr Kommen und ihre treue Teilnahme aus.

Anschließend zogen die Gläubigen zum letzten Mal in diesem Jahr zur Andacht zum Freialtar und dann mit brennenden Kerzen auf den vertrauten Prozessionsweg. Mit ihren Lichtern brachten sie ihre Verbundenheit mit der Gottesmutter Maria zum Ausdruck und trugen ihre Anliegen und Hoffnungen im Gebet vor sie.

Mit dem feierlichen eucharistischen Schlusssegen sowie den Wünschen für einen behüteten Nachhauseweg und einen gesegneten Abend verabschiedete Pater Jakob die Gläubigen. Abschließend bat er die Gottesmutter Maria, die Gläubigen weiterhin zu begleiten und sie ihrem Sohn Jesus Christus näherzuführen.