Allerheiligen
Am Sonntag, dem 1. November, wurde in der Wallfahrtskirche Mariahilf das Hochfest Allerheiligen mit einer feierlichen Heiligen Messe um 10.00 Uhr begangen. Pater Slawo stand dem Gottesdienst vor. Für die musikalische Gestaltung sorgte eine Organistin und Kantorin, die die Liturgie mit festlichen Kirchenliedern bereicherte.
Zu Beginn der Feier begrüßte Pater Slawo die Gottesdienstbesucher mit dem Eröffnungsvers der Allerheiligenliturgie: „Freut euch alle im Herrn am Fest Allerheiligen…“ Er hieß alle Heiligen willkommen, derer die Kirche an diesem besonderen Festtag gedenkt.
In seiner Predigt ging Pater Slawo der Frage nach, was es eigentlich bedeute, heilig zu sein. Mit dem Wort „Heilige“ verbinde man oft außergewöhnliche Menschen, die Wunder gewirkt oder Großes vollbracht haben. Doch auch die Heiligen hätten Schwächen, Sorgen und Fehler gekannt. Was sie aber besonders auszeichnet, seien ihr Vertrauen auf Gott und ihre Bereitschaft, Gottes Liebe in die Welt hinauszutragen. Im Mittelpunkt von Pater Slawos Ausführungen stand das Evangelium von der Bergpredigt mit den Seligpreisungen. Jesus zeige darin einen einfachen und zugleich wunderbaren Weg zur Heiligkeit: „Selig sind die Barmherzigen“, „selig sind, die Frieden stiften“, die Trauernden und die Menschen mit einem reinen Herzen. Pater Slawo machte deutlich, dass Heiligkeit nicht erst im Himmel beginnt, sondern mitten in unserem Alltag. Sie zeige sich in kleinen Gesten und Begegnungen: wenn wir einem traurigen Menschen zuhören, vergeben, statt nachtragend zu sein, Bedürftigen helfen oder einem anderen ein Lächeln schenken. In solchen Momenten werde Gottes Liebe durch uns sichtbar. Die Heiligen seien, so betonte Pater Slawo, Vorbilder und Wegbegleiter auf unserem Weg zu Gott. Auch die allerseligste Jungfrau und Gottesmutter Maria zeige uns diesen Weg. Sie und die vielen anderen Heiligen können uns ermutigen, mit Gott zu leben und auf ihn zu vertrauen. Seine zentrale Botschaft fasste Pater Slawo in einem Gedanken zusammen: Heilig zu sein bedeute nicht, vollkommen zu sein, sondern mit Gottes Liebe im Herzen zu leben.
Vor dem abschließenden Segen erinnerte Pater Slawo daran, dass Allerheiligen für viele Menschen auch mit dem Besuch der Gräber ihrer lieben Verstorbenen und dem Gebet für sie verbunden ist. Zugleich verwies er auf das Allerseelenfest am folgenden Tag, das dem besonderen Gedenken an die Verstorbenen gewidmet ist. Für Allerheiligen lud er zur Gräbersegnung auf dem St.-Severin-Friedhof um 14.30 Uhr ein und für Allerseelen zum Besuch eines der beiden Gottesdienste (09.00 Uhr und 19.00 Uhr).
Zum Abschluss wünschte Pater Slawo allen Gottesdienstbesuchern einen schönen und gesegneten Allerheiligentag und bat für alle Gottesdienstbesucher um Gottes Segen durch die Fürbitte der vielen Heiligen.
Mit dem feierlichen Schlusslied „Großer Gott, wir loben dich“ (Te Deum) fand der festliche Gottesdienst einen würdigen Abschluss.
Fot. A. Storm
