Allerseelen
Gleich zwei Gottesdienste wurden am Montag, dem 2. November, dem Allerseelentag, in der Wallfahrtskirche Mariahilf angeboten. Um 09.00 Uhr feierte Wallfahrtsrektor Pater Jakob mit der Mariahilfer Kirchengemeinde für alle Verstorbenen einen feierlichen Gottesdienst.
Zu Beginn lud Pater Jakob die Gottesdienstbesucher ein, in Liebe und Dankbarkeit der Verstorbenen zu gedenken. Dabei richtete er den Blick auf Jesus Christus, „das wahre Licht, das uns Weg, Wahrheit und Leben schenkt“. Auch die Gottesmutter Maria stellte er in den Mittelpunkt. Da sie selbst den schmerzlichen Verlust ihres Sohnes erfahren musste, könne sie die Trauer und Sorgen der Menschen besonders gut verstehen. So ermutigte Pater Jakob die Gläubigen, sich vertrauensvoll ihrer mütterlichen Liebe anzuvertrauen und Trost in ihrem unbefleckten Herzen zu suchen.
In seiner Predigt berichtete Pater Jakob von einem Satz, den er beim Besuch des Grabes seiner verstorbenen Mutter auf einem Grabstein entdeckt hatte: „Die Erde ist nicht unsere Heimat.“ Dieser Spruch habe ihn zum Nachdenken über Leben und Tod angeregt. Jeder Mensch sei nur für eine begrenzte Zeit auf dieser Erde zu Gast. Doch der Tod habe nicht das letzte Wort. „Wir sind nicht für den Tod, sondern für das Leben geschaffen“, betonte er. Durch seinen Tod und seine Auferstehung habe Jesus Christus den Tod überwunden und uns die Hoffnung auf das ewige Leben geschenkt. Gerade am Allerseelentag werde deutlich, dass die Liebe stärker sei als der Tod. Deshalb würden wir für unsere Verstorbenen beten und sie der Barmherzigkeit Gottes anvertrauen. Eine besondere Bedeutung komme dabei der Heiligen Messe zu: Sie sei ein wertvoller Liebesdienst an den Verstorbenen und Ausdruck unserer bleibenden Verbundenheit in Christus. Abschließend erinnerte Pater Jakob daran, dass unser irdisches Leben eine Vorbereitung auf die Ewigkeit sei. Deshalb sollten wir „unsere Zeit dankbar annehmen, in Liebe miteinander leben und einander Gutes tun“. Mit der Bitte, die Verstorbenen besonders in das Gebet einzuschließen, schloss er seine Predigt. „Was wir aus Liebe tun, was wir einander schenken und was wir im Gebet vor Gott tragen, ist niemals verloren.“.
Vor dem Segen dankte Pater Jakob allen, die zur würdevollen Gestaltung des Gottesdienstes beigetragen hatten. Sein besonderer Dank galt den Mitwirkenden an der musikalischen Umrahmung, den Ministranten sowie Herrn Raster, der über drei Wochen die Mesner-Vertretung für Bruder Christoph übernommen hatte.
Im Anschluss versammelten sich die Gläubigen im Wallfahrtshof beim kleinen Kapuzinerfriedhof. Dort wurde unter der Leitung von Pater Jakob in einem gemeinsamen Gebet der verstorbenen Kapuziner und Pauliner sowie aller lieben Verstorbenen aus den Familien gedacht.
Fot. A. Storm
